07-12-09
Verschärfte Verkehrssituation im Grünen Weg
Anwohner verärgert
Büchen (cw) - Sie sind verärgert: Die Anwohner des Grünen Weges. Insgesamt 80 von ihnen hatten sich bereits im Oktober im Rahmen einer Unterschriftenliste an den Bürgermeister gewandt und sich darüber beschwert, dass der kontinuierlich anwachsende LKW-Verkehr und die zusätzliche Führung von Buslinien sowie die Nichteinhaltung der Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 Kilometern pro Stunde eine nicht erträgliche Belastung der Anwohner des Grünen Weges darstellt - und dies beim maroden Zustand der Straße, die zwar seit 30 Jahren mehrfach »geflickt«, aber nie durchgängig mit einem neuen Fahrbahnbelag ausgestattet wurde und deshalb zahlreiche Schlaglöcher aufweist.
Während die politischen Parteien Büchens, die über den Unmut in Kenntnis gesetzt wurden, nicht reagierten und die Angelegenheit nicht aufgriffen, bestreitet Bürgermeister Möller den Vorwurf, die Gemeinde tue in dieser Sache nicht genug. »Ich bin selbst mit dem Fahrrad durch die Straße gefahren, um sie mir genau anzuschauen. Der Vorwurf, hier würde gerast, konnte weder der Kreis noch die Büchener Polizei erhärten. Als die Polizei vergangene Woche eine Geschwindigkeitsmessung durchgeführt hat, gab es innerhalb von zwei Stunden lediglich eine erhöhte Messung, bei der 9 Kilometer zu schnell gefahren wurde.«
Ferner verweist er auf Schilder, die bereits vorliegen und in Kürze angebracht werden sollen. Die für 2.000 Euro durch die Gemeinde angeschafften 9 Schilder begrenzen den Verkehr auf Fahrzeuge unter 7,5 Tonnen. Abgebaut werden dagegen die Bushaltestellen im Grünen Weg, eine Forderung der Anwohner. Die 36 oder zum Teil mehr Busse, die täglich zwischen 6 und 19 Uhr den Grünen Weg als Wendestraße nutzen, werden aber weiterhin diese Route benutzen. »Eine von den Anwohnern empfohlene Verlängerung der Fahrten nach Witzeeze, um dort zu wenden, wurde uns negativ beschieden«, ergänzt Möller.
»Wir haben zudem ein Ingenieurbüro damit beauftragt, zu prüfen, ob eine Wendung am Wanderparkplatz an der L 200 möglich ist. Leider reicht der vorhandene Parkplatz nicht als Wendemöglichkeit.«
Dies alles werde den Unterzeichnern der Unterschriftenliste auch in Kürze nochmals gesondert mitgeteilt, versicherte Möller unserer Zeitung. Die Busführung sei allerdings Kreisangelegenheit und dazu hat dieser einem der Unterzeichner bereits mitgeteilt, dass keine Änderung angedacht sei, lediglich die ohnehin geplante Reduzierung einiger Busfahrten. Die Fahrplanänderung tritt Mitte Dezember in Kraft.
Das Kernproblem, der marode Straßenzustand, und die Angst der Anwohner im Rahmen einer Straßensanierung auch für Schäden des Bus- und LKW-Verkehrs aufkommen zu müssen, bleibt vorerst. Allerdings ist die Straße über 30 Jahre alt und steht seit Jahren bereits an vorderer Stelle der zu sanierenden Büchener Straßen. Inwieweit die vollen Kosten auf die Anwohner umgelegt werden, obliegt dann der Gemeindevertretung, üblich sind 50 Prozent der Kosten. »Ich kann den Anwohnern leider nicht die erhofften Antworten geben, aber wir haben dennoch auf die verschärfte Situation im Grünen Weg im Rahmen unserer Möglichkeiten reagiert«, erklärt der Bürgermeister an seine Kritiker gerichtet.