16-02-10
Eröffnunstermin wackelt
Büchen (peh) – Traditionell öffnet das Büchener Waldschwimmbad am ersten Freitag im Mai für alle Badelustigen die Tore. Ob das auch 2010 der Fall sein wird, scheint allerdings ungewiss zu sein.
Aufgrund des strengen Winters sind die Sanierungsarbeiten, die die Attraktivität und die technische Ausstattung des Bades erheblich erhöhen werden, ins Stocken geraten.
»Trotz der chaotischen Bedingungen sind die Firmen fleißig am Werkeln und bereits dabei, den neuen Beckenkopf aufzusetzen«, stellte auf der jüngsten Sitzung des Werkausschusses dessen Vorsitzender fest. »Ich kann mich nicht erinnern, wann wir das letzte Mal eine sechs bis acht Wochen andauernde Frostphase hatten«, ergänzte Norbert Vendsahm weiterhin. Da man bei den Planungen von einem durchschnittlichen Winter ausgegangen sei, sind die jetzigen Verzögerungen eine logische Folge. »Bei den Bürgern schießen jetzt natürlich die Spekulationen ins Kraut.
Trotzdem halten wir zurzeit noch am Fertigstellungsdatum 1. Mai fest«, sagte Bürgermeister Uwe Möller mit ganz vorsichtigem Optimismus.
Dabei dürfte auch das irgendwann bevorstehende Tauwetter für weitere Probleme sorgen, da dann viel Wasser in den frisch ausgebaggerten Leitungsgräben die Arbeit behindern wird.
Sorgen bereiten den Büchenern auch die nicht kalkulierten Kosten infolge der kalten Witterung.
»Der Winter beschert uns nicht nur ungeahnte Streusalzkosten in der Gemeinde, sondern reißt auch im Schwimmbad zusätzliche finanzielle Wunden«, zeigte sich Uwe Möller besorgt angesichts der angespannten Haushaltslage in Büchen. So rechne das beauftragte Ingenieurbüro derzeit mit rund 84.000 Euro Mehrkosten, die vor allem durch einen zusätzlichen Estrichaufbau unter der neuen Edelstahlauskleidung, für Schneeräumungsarbeiten, die Entsorgung eines alten Tanks sowie verschiedene energetische Maßnahmen entstanden sind.
Allerdings handelt es sich hierbei offenbar um gut angelegtes Geld, da das Waldschwimmbad nach Abschluss der Sanierung, die insgesamt rund 3,5 Millionen kostet, ein wahres Schmuckstück sein dürfte. Darüber hinaus wird das Schwimmbad nicht nur schön, sondern auch technisch auf den neuesten Stand gebracht, wie auch Diplom-Ingenieur Marek Gagatek verspricht. Sein abschließendes Fazit sollte deshalb alle Büchener trösten, die eventuell ein paar Wochen länger auf ihr Badevergnügen warten müssen: »Wir wollen nicht Schnelligkeit um jeden Preis, sondern vor allem langfristig gute Qualität.«
Dennoch hoffen nicht nur die Mitglieder des Werkausschusses, dass das Winterwetter recht bald abklingt und die Sanierungsarbeiten wieder volle Fahrt aufnehmen.