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31-08-10

Büchener wollen Büchener überzeugen

Breitbandversorgung: Gemeinde rührt die Werbetrommel


Büchener für Büchen: Als sogenannte Multiplikatoren wollen die Bürger für die erforderliche Anschlussquote kämpfen. Foto: Peter Heinrich

Büchen (peh) – »In Norderstedt sind wir bekannt wie Coca-Cola«, erzählte Vertriebsleiter Wolfgang Kleinekathöfer (wilhelm.tel) kürzlich während der Info-Veranstaltung im Büchener Bürgerhaus. In der größten Gemeinde des Amtes Büchen muss sich die Vita der Kommunikationsprofis offenbar noch herumsprechen, damit die erforderlichen 60 Prozent aller Haushalte zum Kugelschreiber greifen und den ersehnten Vertrag unterzeichnen. Erst dann wird Büchen in einem Pilotprojekt mit Glasfaser vernetzt und zukunftsfähig gemacht.

»Büchen hat in den letzten zwei Jahren um 200 Einwohner gegen jeden Trend zugelegt. Dies ist kein Projekt des Bürgermeisters oder der Gemeindevertretung, sondern ein gemeinschaftliches Projekt für das ganze Amt und letztlich für die ganze Region. Dass es auch andere Interessenten gibt, ist keine leere Drohung, denn ich spüre durchaus den Neid der Kollegen aus anderen Teilen des Landes. Wenn die Anbieter jetzt scheitern, wird es auch keine andere Firma in Büchen in den nächsten zehn Jahren wieder versuchen«, erläuterte Bürgermeister Uwe Möller und warb um Verträge der Kunden wie sonst Politiker um Wählerstimmen. Tatsächlich ist die Gemeinde, was auch der Ferien- und Urlaubszeit geschuldet sein dürfte, noch meilenweit weg von der erforderlichen Anschlussquote von 1.400 Haushalten. »Wir brauchen das Gespräch mit dem Nachbarn, in den Vereinen oder beim Einkaufen, um das Ziel zu erreichen«, appellierte der Bürgermeister erneut an alle Büchener, zumal die Firmen aus Zeit- und Kostengründen auf eine aufwendige Akquise verzichten.

Dafür präsentierten ihre Vertreter Volker Siebert (E.ON Hanse AG) und Wolfgang Kleinkathöfer (wilhelm.tel) den Büchenern wieder unzählige gute Argumente für einen Breitbandanschluss, um bald mit 100 Mbit/s (Download) im Internet zu surfen. Dabei seien die Vor-Ort-Installation, persönliche Beratung oder zum Beispiel eine kostenfreie Service-Hotline inklusive, wie Wolfgang Kleinkathöfer erläuterte. Zudem übernehme wilhelm.tel auch die Kündigung des bisherigen Vertrags ihrer zukünftigen Kunden und garantiere, dass die neue Vereinbarung erst mit dem Ende des alten Kontrakts mit Leben erfüllt werde. In der Gemeinde Wacken hatten sich binnen kürzester Zeit 80 Prozent für eine Anbindung entschieden, wie der Vertriebsprofi abschließend von jüngsten Erfolgen berichtete. »Es geht für Sie und das gesamte Amt nicht nur um schnelles Internet, sondern auch um die Zukunftsfähigkeit ihrer Gemeinden, die Steigerung ihrer Lebensqualität und der Attraktivität für gewerbliche und private Ansiedlungen«, plädierte Volker Siebert an die Büchener, eine landesweite Vorreiterrolle einzunehmen. Darüber hinaus gab er zu, dass auch die Firma E.ON die Chance nutzen wolle, ihr Image mit diesem Projekt aufzupolieren, sodass es am Ende nur Gewinner geben dürfte.

»Die Aktion endet nicht am 31. August, sondern läuft weiter«, verkündete Büchens Bürgermeister, allerdings ohne dass sich die Anbieter auf ein neues Datum festlegen ließen. Uwe Möller appellierte erneut darum an die Büchener, zügig die Informationsmöglichkeiten und das zukunftsweisende Angebot für Büchen zu nutzen. Wie die Anbieter erneut betonten, helfen schlicht nur viele Verträge, um dem Projekt weiteren Schwung zu verleihen.



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