01-06-10
Viel Glück, Nerissa
Büchen (peh) – Die Wasserwacht mit ihren rund 40 Kindern und Jugendlichen sowie 15 erwachsenen Mitgliedern hat sich besonders der Kinderschwimmausbildung verschrieben. Aber auch zahlreiche Bootsveranstaltungen und die Absicherung von Regatten stehen auf dem Programm der Büchener. Somit war es ein großes Glück, als im Jahre 1993 »Arielle«, ein Motorrettungsboot des Typs Trave 540, ihren Dienst aufnahm. »Das gute Stück hatte nun 17 Jahre auf dem Buckel, sodass größere Reparaturen nicht mehr zu vermeiden waren. Nach Prüfung der Finanzlage haben wir auf der Jahreshauptversammlung im Januar entschieden, ein neues Boot anzuschaffen. Ohne unseren DRK-Ortsverein mit seinem bisherigen Vorsitzenden Lars Frank sowie dem Zuschuss der »Arthur und Gertrud Rothermund Stiftung« hätten wir das Projekt niemals stemmen können«, erläuterte Christoph Wohlert, wie die Basis für die rund 12.000 Euro schwere Investition geschaffen wurde. Der Leiter der Wasserwacht hat übrigens zusammen mit Thorsten Burmeister die gesamte Bordelektronik des neuen Bootes selbst installiert, wobei allein 50 Meter Kabel verbaut und zusätzliche Kosten eingespart wurden.
Spannend entwickelte sich allerdings die Frage, wie das »Kind« nun heißen solle. So durften Ideen zum künftigen Namen gemeinsam mit einer 5-Euro-Spende eingereicht werden, bevor die Mitglieder der Wasserwacht ganz demokratisch über den neuen Namen entschieden. Letztlich fand Dennis Lesarges Vorschlag breite Zustimmung, sodass das Motorrettungsboot Trave 540 in neuer Ausführung künftig den Namen »Nerissa« trägt. Da der 75 PS-Viertaktmotor der »Arielle« erst 2005 angeschafft worden war, soll er auch »Nerissa« noch lange Zeit treue Dienste erweisen.
Die traditionelle Taufe, die kürzlich im Beisein vieler Schaulustiger am Büchener Lösch- und Ladeplatz stattfand, sollte eigentlich Namensgeber Dennis Lesarge vorbehalten sein, was ein alter Aberglaube letztlich doch verhinderte. »Angeblich bringt es Unglück, wenn ein Mann ein Boot tauft. So fiel unsere erstklassige Wahl auf Stefanie Siemann, die sich nicht nur um die Internetseite des DRK Büchen (www.drk-buechen.de) verdient gemacht hat, sondern immer für uns da ist, wenn sie gebraucht wird«, erläuterte Christoph Wohlert, bevor die Taufpatin mit ein paar Schlucken Sekt die Götter des Meeres gewogen machte und anschließend alle DRK-Mitglieder und Besucher zu Kaffee und Kuchen in gemütlicher Runde einlud.