01-12-09
Schulverband hält an der Option für eine gymnasiale Oberstufe fest
Wettbewerb und Kooperation
Büchen (peh) – Nach der erneuten Bewerbung als Referenzschule oder angesichts der Zahl von aktuell 168 Gastschülern, die aus Gemeinden außerhalb des Amtsgebiets kommen, hat die Büchener Schule zweifellos ihre Strahlkraft und Wettbewerbsfähigkeit nachgewiesen. Somit möchte der Schulverband momentan nicht ausschließen, dass Büchen in einigen Jahren auch die gymnasiale Oberstufe anbietet, was sich auch auf der jüngsten Sitzung des Gremiums widerspiegelte. Dabei einigten sich die Schulverbandsmitglieder darauf, dass das Thema von der Büchener Verwaltung weiter verfolgt werden soll, auch wenn sich nicht alle Vorstellungen hundertprozentig decken.
So sprach sich Norbert Vendsahm klar für das Konzept aus. »Wir sollten das mit Nachdruck forcieren, auch um für die Schüler die Anfahrtswege kurz zu halten«, sagte der Büchener Gemeindevertreter, während andere Stimmen verhaltener klangen. So äußerte Claudia Hondt leise Zweifel, ob die geforderte Zweizügigkeit in der Oberstufe sicher zu erreichen sei, während Martin Voß weitere Baumaßnahmen in der Büchener Schule strengstens geprüft wissen möchte. »Ich habe aber keine Einwände, das Konzept weiterzuverfolgen«, erklärte der Fitzener Vertreter.
Dem stimmte auch Dennis Gabriel aus Witzeeze zu. »Ich finde es sehr vernünftig, dass wir Gespräche mit den Städten Schwarzenbek und Lauenburg führen, um, mit Blick auf die Haushalte, eine regionale Lösung zu finden und uns zunächst alle Chancen erhalten. Ein Wettbewerb, der nur Kosten verursacht und bei dem sich die Zentren gegenseitig die Schüler wegnehmen, kann nicht das Ziel sein«, erläuterte der Witzeezer Bürgermeister überzeugend.
Abschließend fasste Büchens Bürgermeister Uwe Möller zusammen, dass vor allem die Schulentwicklungsplanung und die Verkehrsanbindungen die Entscheidung des Büchener Schulverbandes, die spätestens in zwei Jahren definitiv zu fällen sei, mit beeinflussen werden.