11-01-10
Spende für Theo aus Wangelau
Wangelau/Büchen (cw) - Für Hans Hinrich Hintz von der Pötrauer Mühle war es eine Selbstverständlichkeit: Zu seinem runden Geburtstag wollte er keine Geschenke, sondern bat um Spenden für Theo Koch aus Wangelau.
Das Schicksal des heute 13-Jährigen war auch ihm spürbar nahegegangen. Um so erfreulicher war es für den Büchener Geschäftsmann, als er dem Jugendlichen aus Wangelau nun persönlich einen dicken Scheck und einen Fußball sowie eine HSV-Mütze überreichen konnte.
Theo Koch war im vergangenen Jahr an einer äußerst seltenen Form von Knochenkrebs erkrankt, die erst nach mehreren Beinbrüchen erkannt worden war (wir berichteten). Dem Sportler des Müssener Fußballvereins musste ein Bein amputiert werden.
Die Beinprothesen sowie der Umbau des elterlichen Hofes in Wangelau kosteten zudem eine erhebliche Summe Geld, die zum Teil durch mehrere Spendenaktionen mit aufgebracht werden konnte. Nach einer achtwöchigen Kur im Schwarzwald kann der sportbegeisterte Junge nun seinen Rollstuhl zunehmend verlassen und sich mit seiner neuen Prothese fortbewegen.
Sein ehrgeiziges Ziel ist es, mit einer kostenintensiven Sportprothese wieder Sport machen zu können. »Am liebsten würde ich Kanu-Polo oder Basketball spielen«, wünscht er sich inständig. Zur Seite steht ihm seit Kurzem auch Ronja, eine einjährige Hündin, die zum Therapiebegleithund ausgebildet wird. Das anhängliche Tier weicht beim Besuch kaum von seiner Seite.
Mutter Christine Hamester-Koch ist ebenfalls dankbar für die Spende: »Wir sind wirklich unheimlich positiv überrascht über die viele Unterstützung, die uns in den vergangenen Monaten zuteil wurde. Wir danken allen sehr, die uns geholfen haben.« Für die Betreuung ihres Sohnes gab sie zeitweise ihre berufliche Tätigkeit auf. Halt fand Theo auch in seinen drei Geschwistern und Vater Thomas, der den Hof der Kochs bewirtschaftet. Für Theo heißt es nun aber erst einmal auch wieder am Schulunterricht teilzunehmen, dem er in den vergangenen Monaten fernbleiben musste. Den Stoff hat er aber durch Privatstunden seiner Lehrer mittlerweile wieder aufholen können. Und so heißt es hoffentlich demnächst wieder richtig Sport treiben zu können.