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09-04-09

Es stinkt zum Himmel

 


Tatortbesichtigung mit Bürgermeister Ingo Fokken: Die Kinder waren

Geesthacht (dk) – Was in den Großstädten schon vor Jahrzehnten Einzug gehalten hat und als lästiges Übel zähneknirschend ertragen wird, scheint jetzt auch kleinere Städte und Gemeinden erreicht zu haben: großzügig und vor allem unachtsam verteilte große stinkende Hundehaufen.
Immer mehr Familien und auch Singles bauen sich eine Existenz in dem sogenannten Speckgürtel der Großstädte auf, genießen die Ruhe und das Grün und schaffen sich – häufig unüberlegt – einen Hund an. Die wenigsten allerdings haben damit Erfahrung oder haben sich vorher darüber Gedanken gemacht, wohin mit den – zumeist großen – Hinterlassenschaften.
Die meisten Hundebesitzer nutzen die Gelegenheit, ausgiebige Spaziergänge im Grünen zu unternehmen, doch leider gibt es – wie überall – auch hier schwarze Schafe. Der Hund muss hinaus, doch gerade jetzt ist keine oder nur wenig Zeit. Also schnell mal auf die Straße, der arme Hund, der gar nichts für seinen – zumindest in dieser Hinsicht schlechten – Ruf kann, muss sich auf dem Fußweg erleichtern. Oder im Park um die Ecke, egal, ob dort ein Spielplatz für Kinder eingerichtet ist. Sieht ja keiner. Doch im Geesthachter Hachede Park, auf den Grünflächen und auf dem abwechslungsreich gestalteten Spielplatz werden diese ekelhaften Hinterlassenschaften wohl bemerkt: häufig gehen die Kinder des St.-Salvatoris-Kindergartens nur über die Straße, um einmal außerhalb des Geländes spielen zu können und stolpern im wahrsten Sinne des Wortes über diese »Tretminen«. Im Sand, an und unter den Spielgeräten verewigen sich täglich (!) Hunde, die Halter scheinen daran nichts Verwerfliches zu finden. Besonders unangenehm: Damit die Kinder nicht in diese Haufen fassen, sehen sich die Erzieherinnen Susanne Dittmer und Elisabeth Stribrny häufig gezwungen, diese abscheulichen Haufen zu entfernen. Denn Hundekot ist nicht nur extrem unappetitlich, sondern auch gefährlich: idealer Nährboden für Viren, Bakterien und Würmer. Und da Kinder die Hände ständig am Mund haben, sind Krankheiten oder gar Würmer vorprogrammiert.

 
Rücksichtslose Hundehalter scheinen jedoch nicht zu wissen oder bewusst zu ignorieren: Hundehaufen auf Straßen und öffentlichen Grünflächen sind kein Kavaliersdelikt, sondern eine Ordnungswidrigkeit, die mit Bußgeld geahndet wird. Doch scheinbar ist diese Strafe nicht hoch genug, um diesen Dreck zu vermeiden. Und obwohl an zwei Eingängen des Hachede Parks Hundekot-Tüten deutlich aushängen, werden diese meistens ignoriert: Denn wer mag schon in so ein weiches stinkendes Häuflein fassen, nur durch eine dünne Plastikhaut geschützt. Doch dass Kindern wirkliche Gefahr droht und dass diese widerlichen Haufen etwas extrem Ekelhaftes sind, wird geflissentlich übersehen. Die eigene Bequemlichkeit geht vor.


Nun sind ja nicht alle Hundehalter so ignorant, vielleicht helfen diese Zeilen an die Vernunft und das Gewissen der Hundefreunde zu appellieren: Leute, geht mit Euren Hunden und deren Hinterlassenschaften dahin, wo es keinen Menschen – vor allem Kinder – stört!



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