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16-02-10

Dr. Volker Manow erhielt Ernennungsurkunde

Gemeinsam Verantwortung tragen


Eine Spezialität aus Kuldiga, ein Schwarzbrot, überreichte Dace Reinkopa aus der Geesthachter Partnerstadt an Dr. Volker Manow. Foto: Olaf Kührmann

Geesthacht (ok) - »Unsere Stadt steht vor neuen Herausforderungen, für die es kaum Vorbilder und schon gar keine Patentrezepte gibt.« Klare Worte, die Dr. Volker Manow am Freitagabend während der Ratsversammlung anläßlich seiner Vereidigung als hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt Geesthacht sagte.
Am 13. Dezember 2009 hatten sich 81,8 Prozent der Wähler für Manow als Nachfolger von Ingo Fokken ausgesprochen. Manow nach seiner Vereidigung durch Bürgervorsteher Pater Groh: »Hinter einem guten Bürgermeister steht ein starkes Team. Hier im Rathaus habe ich so ein Team und ich wünsche mir, dass wir alle, Mitglieder der Ratsversammlung, Mitarbeiter im Rathaus, Bürgerinnen und Bürger und Bürgermeister, zu einem guten Team werden, denn wir alle sind gemeinsam in der Verantwortung für das Wohl der Stadt.«

Karsten Steffen, ehrenamtlicher zweiter Bürgermeister der Stadt Geesthacht, hatte Manow zuvor die Ernennungsurkunde überreicht. Steffen: »Die Folgen der der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise haben inzwischen auch unsere Stadt mit voller Wucht getroffen. Für die nächsten Jahre heißt es auch in Geesthacht, mit Augenmaß und Weitsicht zu entscheiden. Dabei kommt dem Bürgermeister unserer Stadt eine besondere Rolle zu.

Wir alle, die wir politische Verantwortung für Geesthacht tragen, bewegen uns dabei in einem Spannungsfeld zwischen dem Machbaren und dem Wünschenswerten. Dem Bürgermeister kommt dabei noch eine besondere Rolle zu. Er muss dem Bürger sagen, was möglich oder nicht möglich ist. Dieses wird sicherlich nicht einfach werden, da es anders als in der jüngsten Vergangenheit jetzt oft heißen wird, 'nicht finanzierbar'. Die Erwartungen der Öffentlichkeit, geprägt durch die besondere finanzielle Situation unserer Stadt, müssen sich auf ein normales Maß reduzieren.

Der Bürgermeister muss sich auch mit uns, den Fraktionen auseinandersetzen, die wiederum eigene Vorstellungen haben, die sich je nach politischem Ansatz, oftmals diametral gegenüberstehen. Hier wird er Vermittler zwischen den Fraktionen sein müssen. Dieses wird sicherlich nicht immer ein einfaches Unterfangen sein, aber die Voraussetzungen sind nicht die schlechtesten, schließlich wurden Sie als Bürgermeister-Kandidat von allen Fraktionen getragen. Die erste Herausforderung wird hier sicherlich die Neu- oder Umgestaltung der Fußgängerzone Bergedorfer Straße sein.

Es ist dem Bürgermeister nicht nur erlaubt, nein es gehört auch zur Aufgabe, perspektivisch in die Zukunft zu schauen. Wie wird, wie soll Geesthacht in 2016 oder gar 2022 dastehen. Die planerische Stadtentwicklung ist ein sehr langfristiger Prozess. Ich denke beispielsweise nur an unser Projekt 'Geesthacht an die Elbe'. Begonnen 1997/98 noch unter ihrem Vorvorgänger Peter Walter, beginnt jetzt erst die konkrete Planung des sogenannten 'Gelenks'. Zugleich haben wir mit dem Masterplan Westhafen gemeinsam begonnen, die Fortsetzung des Projektes in Angriff zu nehmen. Und hier stellt sich bereits die Frage, ob dieses vielleicht erst von Ihrem Nachfolger oder gar Nachnachfolger beendet wird. Zugleich gilt es, planerische Dauerbrenner endlich zum Abschluss zu bringen – beispielhaft sei nur die dringend notwendige Umgehung genannt.«

Nach dem offiziellen Teil gratulierten Vertreter aller in der Ratsversammlung vertretenen Parteien dem neuen Bürgermeister. Die abenteuerlichste Anreise aller Gratulanten hatte die Kulturdezernentin der Partnerstadt Kuldiga, Dace Reinkopa: Sie hatte an einem EU-Projekt in Malente teilgenommen und war während der Anfahrt mit dem Auto in einer Schneewehe stecken geblieben. Der ADAC hatte sie schließlich befreit, so dass sie Manow doch noch eine Spezialität aus Kuldiga überreichen konnte: Ein mit Malz gebackenes Schwarzbrot.



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