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27-05-10

Strategische Allianz mit Haspa der richtige Weg

 


Friedlicher Protest der LINKEN vor der KSK: Manfred Liedke, Rolf Ertl, Michael Schröder, Horst-Peter Kischka sowie Christian Schröder.Foto: Gabriele Kasdorff

Geesthacht (gak) – Während auf der anderen Seite des Bauzaunes feierlich der Grundstein für das neue Gebäude der Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg (KSK) gelegt wurde, protestierten Kreistagsabgeordnete der LINKEN in der Fußgängerzone. »Hände weg vom Sparkassengesetz«, war die deutliche Forderung. Sie befürchten Personalabbau durch die Fusion mit der Hamburger Sparkasse und Wegfall des Stammkapitals. »Wir wollen keine Privatisierung unserer Kreissparkasse«, betonte Michael Schröder (Fraktionsvorsitzender DIE LINKE im Kreistag). »Andere Privatbanken könnten sich bei der EU dasselbe Recht erstreiten und somit das öffentlich-rechtliche Finanzwesen in die Privatisierung treiben, das werden wir mit aller Kraft zu verhindern suchen«, sagte er. Und weiter: »Die großzügige Unterstützung der Vereine und Verbände im Kreis durch die KSK könnte möglicherweise bald auf der Strecke bleiben.« Rolf Ertl (Kreisvorstand LINKE): »Die Versorgung der Kunden und des Mittelstandes mit Krediten sowie den guten Kundenservice sehen wir ebenso in Gefahr«, und betonte ausdrücklich: »Wir sind für die KSK und deren Mitarbeiter, darum protestieren wir.« Kreisvorsitzender Schröder kündigte an: »Am 3. Juni wird DIE LINKE eine Resolution in den Kreistag einbringen
mit der Bitte, der Änderung des Sparkassengesetzes nicht zuzustimmen, da es eine Bedrohung für die Existenz der KSK und deren Kunden darstellt.« Dazu Rainer Burghardt, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg am 20. Mai 2010:


»Wir sind auf Expansionskurs. Die guten Geschäftsergebnisse in 2009 belegen das eindrucksvoll. Auch mit unserem Rekordergebnis von 380 Mio. Euro Kreditzusagen im vergangenen Jahr sind und bleiben wir stark am Markt präsent. Unsere Eigenkapitalausstattung ist äußerst komfortabel, und diese haben wir über die letzten Jahre hinweg kontinuierlich ausgeweitet. Die konsortiale Mitwirkung in einigen Geschäftsbereichen durch leistungsfähige Institute haben wir in der Vergangenheit in Anspruch genommen und werden das auch zukünftig so handhaben. Die Haspa mit ihrer Finanzkraft könnte auch Landesbankfunktionen für uns übernehmen. Von daher würden wir es sehr begrüßen, wenn eine intensivere Zusammenarbeit zwischen der Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg und der Haspa stattfindet. Der Kreis Herzogtum Lauenburg profitiert bereits jetzt schon von der wirtschaftlichen Dynamik in Hamburg. Dieses Wirtschaftswachstum wollen wir für unsere Region noch besser nutzen als bisher.


Daher ist die strategische Allianz mit der Haspa der richtige Weg für uns. Wir haben volles Vertrauen in den Vorstand der Haspa, dass er diesen Weg aktiv und konstruktiv gemeinsam mit unserer Kreissparkasse gehen wird.«



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