06-01-10
Nostalgische Wehmut
Geesthacht (gak) – Einmal mehr hat der Museumsleiter Wolf-Rüdiger Busch gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Heimat- und Geschichtsvereins, Helmut Knust, mit der neuen Ausstellung »Vorsicht, Schule« im Krügerschen Haus die Herzen der Besucher berührt. Die Schulausstellung weckte mit ihrer Vielfalt wehmütige Erinnerungen und viele: »Weißt Du noch …«. Bürgermeister Dr. Volker Manow eröffnete die Ausstellung gut gelaunt. Obgleich noch nicht ernannt, erhielt er einen farbenprächtigen Blumenstrauß vom Museumsleiter mit den besten Glückwünschen. Vor etwa fünfzig Gästen ließ er die alten Zeiten aufleben, in denen Jungs und Mädchen noch getrennte Klassen besuchten. Wolf-Rüdiger Busch betonte, dass es sich um eine Sammlungsübersicht handelte und es keine Ausstellung wie gewohnt sei. Die große Schiefertafel mit Sütterlin beschrieben, davor die Schulbank und eine kleine Schreibtafel, so oder ähnlich wird seinerzeit gewiss ein Klassenzimmer ausgesehen haben. »Wir verbinden mit dieser Ausstellung die Hoffnung, weitere Exponate zu bekommen«, sagte er und dankte sogleich der Buntenskampschule für die vielen Ausstellungsstücke. Schmunzelnd sagte er: »Wie konnte ich in meiner Schulzeit nur ohne Handy, PC und Kopierer überleben, nur mit Spickzettel, aber es ging!« Helmut Knust gab einen kurzen Überblick über die Ausstellung und erwähnte auch das dezidiert geführte Strafbuch. Dort war von einem Schüler zu lesen, der einen alten Mann mit einem Stein beworfen hatte und dafür »vier Schläge auf das Gesäß« erhielt. Großes Interesse weckte die Sammlung alter Klassenfotos von 1910 bis 1961. Sofort scharten sich ehemalige Schüler der Buntenskampschule um den Beamer und die Freude war groß, wenn die eigene Klasse entdeckt wurde. Ein großer Setzkasten, in dem mit kleinen farbigen Hölzern die Fächer der verschiedenen Klassen eine bunte Wochenübersicht ergaben, Schulhefte und ein Abakus (Vorgänger des Rechenschiebers), es gab viel zu sehen. An einer Tafel wurden Handarbeitsstiche gezeigt und eine Besucherin meinte: »Das kann doch heute gar niemand mehr.« Es lohnt ein genaues Hinsehen beim Besuch der Ausstellung, denn die vielen liebevoll zusammengetragenen Details ergeben einen nostalgischen Einblick in das frühere Schulleben. Geöffnet ist die überaus spannende Ausstellung bis zum 14. Februar 2010 von Montag bis Sonntag jeweils von 11 bis 17 Uhr.