16-03-09
Perfekter Saisonstart der Niederdeutschen Bühne im Jubiläumsjahr
Geesthacht (dk) – Mit großem Erfolg feierte die Niederdeutsche Volksbühne Geesthacht e.V. die Premiere des Stücks »Wo Rook is, is ok Füer«. Vor fast ausverkauftem Saal gaben die Schauspieler ihr Bestes – hinter der Bühne war die Stimmung von Nervosität und Aufregung geprägt. »Eine Premiere ist immer etwas Besonderes, danach ist alles einfacher«, so ein Mitglied. Schon die Proben gestalteten sich schwierig, aufgrund der Wetterlage hatte Regisseurin Marianne Kurtz häufig mit krankheitsbedingten Ausfällen zu kämpfen, der Text wollte häufig nicht so recht über manche Lippen kommen und auch das erst spät konstruierte Bühnenbild sorgte unter den Schauspielern häufig für Verwirrung. Doch nie ging dabei die Geduld und der Spaß verloren, es wurde – trotz häufiger Patzer, oder gerade deswegen… – viel gelacht.
Dann nahte der große Tag, schon morgens waren alle Mitglieder zum gemeinsamen Aufbauen im Kleinen Theater in der Schillerstraße erschienen. Die Aufregung machte sich hier noch nicht bemerkbar, doch nur ein paar Stunden später am Premierenabend war von der morgendlichen Gelassenheit nichts mehr zu spüren. Doch sobald sich der Vorhang hob, lief alles bestens, ein geplagter Frieder (gespielt von Arne Kloodt) hatte nicht nur mit Rauchentzug und einer wütenden Ehefrau Monika (Christine Kasch) zu tun, einer vorabendlichen Zechtour mit Freund Stefan verdankte er Lücken im Gedächnis, und plötzlich taucht auch noch seine aufgedonnerte Schulfreundin Regina Landay auf (Katja Kerth sorgte mit ihrem Bühnenoutfit zu manch einem bewundernden Pfiff), mit der er an diesem besagten Abend geflirtet hatte. Frieders etwas dusseliger Freund Stefan (eine Paraderolle für Klaus Böhn) soll helfen und wird überredet zu rauchen, damit Frieder den Rauch einsaugen kann… Die Verwirrungen um die Handhabung der Zigarette von einem Nichtraucher (Stefan) sorgten beim Publikum für Gelächter.
Doch auch Stefan hatte unter seinem Eheweib (herrlich: Claudia Müller als Schreckgespenst) zu leiden, befreit sich aber zum Ende von dem weiblichen Pantoffel, unter dem er stand. Auch Oma (Grete Bruhn) und Opa (Rainer Dittrich), Lena (Annika Grimm) und Volker (Mario Freese) bereiteten durch ihr ausgezeichnetes Spielen dem Publikum einen wunderbar amüsanten Abend.
Marianne Kurtz hatte die Rollen hervorragend besetzt, ein jeder Schauspieler verkörperte perfekt die Person, die sie oder er darstellten. Abschließend mischten sich die Mitglieder des Vereins unter die Premierengäste und feierten noch bis in die späten Abendstunden diesen überragenden Erfolg.