16-02-10
Zwei Jahre Plattdeutscher Gesprächskreis
Niederdeutsche Sprache spiegelt kulturelle Vielfalt
Geesthacht (gak) – Eine fröhliche Runde traf sich zum zweiten Jahrestag des Plattdeutschen Gesprächskreises in der gemütlichen Atmosphäre des Fährhauses Ziehl. Aufgeräumt begrüßte Uwe Kiesewein die dreißig Anwesenden. Von Gitarrenmusik begleitet wurden einige plattdeutsche Lieder zur Einstimmung gesungen. Früher war Plattdeutsch verpönt, aber heutzutage versicherte Uwe Kiesewein: »Plattdeutsch ist was Feines.«
Ernst-Otto Eck ergänzte: »Die plattdeutsche Sprache ist etwas Besonderes, ähnlich wie der Klang der Harleys.« Deutlich war die Verbundenheit zur niederdeutschen Sprache bei den Anwesenden zu spüren. Die Idee zu diesem Gesprächskreis hatten seinerzeit Uwe Kiesewein, Ernst-Otto Eck, Benno Maaß und einige andere. Benno Maaß war es dann auch, der vortrefflich eine Geschichte von Rudolf Kinau »Alles ein Abwasch« vortrug.
Ihm zuzuhören war für alle ein Genuss, und leises Gelächter erklang bei den amüsanten Wendungen der Erzählung. Anschließend wurde aus den Erzählungen des vierten Autorentreffs Niederdeutsch der Stiftung Herzogtum Lauenburg vorgetragen. Reihum lasen die Teilnehmer einige Zeilen, so war gewährleistet, dass jeder auch spricht und nicht nur zuhört. Bei den Zahlen verhaspelten sich einige Leser und Uwe Kiesewein, der den Abend moderierte, sagte schmunzelnd: »Da müssen wir noch üben.« Natürlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und Ernst-Otto Eck beteuerte: »Hier wird niemand ausgelacht, wir freuen uns auch über Anfänger, die sich für die plattdeutsche Sprache interessieren.« Wer Interesse an dem Gesprächskreis hat, kann sich telefonisch an Uwe Kiesewein unter 04152 – 88 54 96 oder Ernst-Otto Eck unter 04152 – 55 64 wenden.