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12-01-10

Aktiv ein selbstbestimmtes Leben führen!

 


Bei der Ehrung für langjähriges Engagement auf der Bühne: Gerd Michaelis (2.Vorsitzender), Hannelie Schubert, Hanneliese Gregel, Anita Brumm (sitzend) und Olga Rieck. Foto: Gabriele Kasdorff

Geesthacht (gak) – Trotz einsetzenden Schneefalls fanden sich die 150 Gäste zu den Feierlichkeiten des 25-jährigen Bestehens des Seniorenbeirats pünktlich im Oberstadttreff ein. Der Vorsitzende der sechsköpfigen Planungsgruppe, Friedhelm Bosse, bedauerte, dass es in Geesthacht keinen größeren Raum für derartige Feierlichkeiten gebe. »Das Interesse an dieser Festveranstaltung war so groß, dass wir einen Raum für 250 Menschen hätten füllen können«, sagte er. Die anstrengenden Vorbereitungen dauerten etwa ein Jahr, der Lohn war eine gelungene Veranstaltung.

 
Der 1. Vorsitzende des siebten Seniorenbeirats, Klaus Radszuweit, begrüßte die Gäste mit herzlichen Worten. Er hob hervor: »Im vergangenen Jahr hatten wir 5.782 Kontakte zu Senioren.« Ausdrücklich sagte er: »Senioren sind auch aktive Menschen, die ein selbstbestimmtes Leben führen.« Klaus Radszuweit auf die selbstgestellte Frage, warum es einen Seniorenbeirat geben muss: »Alte Menschen wollen nicht fremdbestimmt sein.« Es folgte ein ausführlicher Dank an all die Spender und Sponsoren, die die beiden Festveranstaltungen erst möglich gemacht hatten. Thomas Vagedes konnte aufgrund einer Erkrankung leider nicht die Festgemeinde begrüßen. Dr. Volker Manow richtete ein Grußwort an die Senioren: »Die vielen Gäste zeigen ein Bekenntnis zu ihrer Altersgruppe. Ich freue mich auf das Gespräch mit Ihnen.«


Zwischen den einzelnen Grußworten prominenter Redner unterhielt der Leiter des Damenchors 2000, Michael Georgi, die Gäste mit musikalischen Einlagen auf dem Keyboard. Dr. Jörg Menzel von der Vitanis-Klinik und Spezialist für Geriatrie in seiner Ansprache: »Eigeninitiative und Engagement ist gefordert, wir sind gern Partner der Senioren.«
Aus Neumünster angereist war Gerhard Johannsen vom Landesseniorenbeirat. Für die Fahrt hatte er aufgrund der Witterungsverhältnisse zweieinhalb Stunden gebraucht und wurde mit herzlichem Applaus empfangen. »Wir kämpfen dafür, akzeptiert zu werden, bislang werden wir oftmals nur geduldet«, wusste er aus langjähriger Erfahrung zu berichten. Ilse Timm, Mitglied des Seniorenbeirats in Geesthacht und seit Kurzem Vorsitzende des Kreisseniorenbeirats trat an das Mikrofon. Die energiegeladene und überaus attraktive Dame machte mit einem Seitenhieb auf die Tagespresse deutlich: »Ich sehe mich nicht als Chefin von 50.000 Alten. Wir möchten uns nicht als alt bezeichnen lassen!« Zustimmender Applaus unterstrich diese Aussage. Engagiert berichtete sie davon, dass laut Kreispräsident Meinhard Füllner die Mitsprache im Kreis einzigartig und einmalig sei.


Anita Brumm vom ersten gewählten Seniorenbeirat in Geesthacht trat ebenfalls ans Rednerpult und sprach ihre Grußworte in Plattdeutsch. Herzliches Gelächter folgte ihren Worten: »Ach Gott, bin ich aufgeregt!« Der Leiter der hiesigen Polizei, Henry Holst, beteuerte: »Die Polizei steht dem Seniorenbeirat stets zur Seite«, und mit einem Schmunzeln: »Ich bin ja auch bald in dem Alter.« Nach den Ehrungen für langjähriges Engagement im Seniorenbeirat wurde an die Kaffeetafel gebeten. Musikalische Überraschungsgäste waren die »Upper Landway Band« mit ihrem Repertoire von Liedern der 20iger-Jahre über Popmusik und Schlager der letzten drei Jahrzehnte. Mit viel guter Laune ging diese perfekt geplante Veranstaltung gegen 18 Uhr zu Ende.



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