13-07-10
Das Gesicht des Tourismus geht in den Ruhestand
Geesthacht (gak) – Die offizielle Verabschiedung von Tourismusexpertin Gisela Pfaff fand in feierlichem Rahmen im Rathaus statt. »Jetzt ist es also so
weit: Geesthacht verliert ein Lächeln«, begann Bürgermeister Dr. Volker Manow seine Rede mit Hinweis auf den Artikel im Geesthachter Anzeiger. Er fügte hinzu: »Schöner kann man es gar nicht sagen.«
Manow betonte das hohe Maß an Kompetenz und freundlicher Wärme von Gisela Pfaff. Zustimmung von ihr erhielt er, als er resümierte: »Der Tourismus in Geesthacht war ihre Lebensaufgabe.« Ihr Wunsch nach einem Beachclub auf der Elbhalbinsel erfülle sich möglicherweise in 2011, blickte er in die Zukunft. Ein kurzes Lächeln von Gisela Pfaff, die während der Feierstunde recht ernst wirkte.
Kollegin Anne Hartlich nahm mit einer herzlichen Umarmung Abschied: »Ich habe selten jemanden erlebt, der so begeistert von Geesthacht ist.« Urlaub in Geesthacht war dann auch das Abschiedsgeschenk der Kollegen. Dies beinhaltete einen Besuch im Kleinen Theater Schillerstraße, eine Schiffstour mit der Aurora, ein 4-Gänge-Menü in ihrem Lieblingsrestaurant sowie einen Besuch der Messe Reisen 2011. Wolf-Rüdiger Busch, Leiter des GeesthachtMuseum!, überreichte mit launigen Worten einen überdimensional großen Berechtigungsausweis für den jederzeitigen kostenlosen Besuch des Krügerschen Hauses. Dieser war mit dem Foto von Gisela Pfaff und ihrem Spitznamen »Streifenhörnchen« sowie anderen amüsanten Bonmots versehen. Die rückseitig aufgeführten Regeln las der Museumsleiter, unterbrochen vom Gelächter der Gäste, vor. Gerührt bedankte sich Gisela Pfaff.
Personalratsvorsitzender Achim Hainke überreichte Blumen im Namen der Belegschaft.
Der ehemalige Bürgermeister, Peter Walther, erinnerte an gemeinsame Erlebnisse. Bei einer Reise in eine ehemalige Verschwisterungsstadt wurde sie versehentlich für die Bürgermeisterin gehalten und bekam das größte Zimmer, während Peter Walther und seine Frau eine kleine Kammer erhielten. »Natürlich wollte Frau Pfaff sofort tauschen, aber ich habe es so belassen«, berichtete er.
Wie ein roter Faden zog sich ihre stete warme und menschliche Freundlichkeit durch die Reden, die Gisela Pfaff in besonderer Weise auszeichnet. Alle Redner waren sich einig: »Ihre Nachfolgerin wird es schwer haben.« Tourismusexpertin Gisela Pfaff sagte mit ernster Miene beim Abschied: »Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge, aber die Trauer überwiegt. Ich werde das Team sehr vermissen.« Sie nannte den Tourismus in Geesthacht ihr »Baby« und beteuerte, dass sie die Geschehnisse weiter aktiv verfolgen werde. Zugleich regte sie den Bau eines neuen Hotels an: »Wir können gar nicht mehr alle Touristen unterbringen.« Sich bei allen herzlich bedankend, sagte sie abschließend: „Ich werde ab und zu im Rathaus vorbeischauen und im Krügerschen Haus sowieso.«