04-05-10
Geesthachter wünschen sich mehr Bürgernähe vom Bürgermeister
Geesthacht (gak) – Fast einhundert Tage (seit seiner Ernennung durch die Ratsversammlung) hat Bürgermeister Dr. Volker Manow sein Amt inne, wir wollten wissen, wie er von den Geesthachtern wahrgenommen wird.
Hundebesitzerin Sabine Buche lebt seit acht Jahren in Geesthacht und sagt: »Wir nehmen ihn in der Öffentlichkeit kaum wahr, außer bei der Trauerfeier von Fokken. Bürgernah ist er nicht. Wenn man versucht, ihn zu erreichen, wird man am Telefon von seinem Vorzimmer abgeblockt. Ein Bürgermeister für den Bürger, das wäre schön.« Familienvater Timo Stubbe lebt seit zwei Jahren in Geesthacht: »Von dem habe ich bislang nicht viel mitbekommen, aber Fokken, den kannte ich.« Seine Frau Wencke ergänzt: »Ich habe nicht einmal ein Bild vor Augen von dem Bürgermeister, nur von dem Vorherigen.« Fast sein ganzes Leben lebt und wohnt Bernd Tessun in Geesthacht: »Ab und zu liest man mal was in der Zeitung, und einmal habe ich ihn in der Stadt gesehen, aber das war es schon. Der Bürgermeister äußert sich immer unverbindlich.« Die in Geesthacht aufgewachsene Müzeyen Demirdal war überrascht, dass Dr. Volker Manow bereits gewählt worden ist: »Ich kenne ihn nur als Stellvertreter von Fokken. Der wird sein Amt schon gut machen, er kennt ja alles, war ja schon vorher aktiv in Geesthacht.«
Mehr Bürgernähe und das Beziehen klarer Positionen zu Sachthemen, würde in den Augen der Geesthachter dem Ansehen von Bürgermeister Dr. Volker Manow guttun.