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01-12-09

Bürger fühlen sich bedroht durch steigenden LKW-Verkehr

 


Allgemeine Verkehrskontrolle vor wenigen Tagen in Lauenburg: Polizisten kontrollierten auf der Strecke der Mautflüchtlinge ausschließlich LKWs, wissen um die Verkehrsgefährdungen durch polnische LKW-Fahrer.Foto: Olaf Kührmann

Grünhof-Tesperhude (gak) – Werner Tepper nutzte die Gelegenheit während des Bürgerforums zur Stadtteilanalyse von Grünhof-Tesperhude, um dem 1. Stadtrat Dr. Volker Manow eine Unterschriftenliste zu übergeben. Ein beigefügtes Protestschreiben zeigte die Verärgerung der Bürger über die derzeitigen Verkehrsplanungen überdeutlich.

 
Werner Tepper: »Gemeinsam mit Mitstreitern aus dem Bürgerverein haben wir über 300 Unterschriften gesammelt, wir hätten auch 1.000 bekommen können, aber es drängte die Zeit.« Im Gespräch mit unserer Mitarbeiterin versicherte Volker Manow, sich mit dem Leiter des Fachdienstes Öffentliche Sicherheit und Verkehr, Heiko Holler, an Werner Tepper zu wenden und ein gemeinsames Gespräch anzubieten. Heiko Holler zu der belastenden Verkehrssituation in Grünhof-Tesperhude aufgrund der Bauarbeiten: »Wir haben vieles getan, um es für die Anwohner erträglicher zu machen, beispielsweise die Geschwindigkeit heruntergesetzt, die Vorfahrt geändert und Parkverbote entlang der Tesperhuder Straße erlassen.« Des Weiteren versicherte er, dass die Arbeiten voll im Plan verliefen und die Baustelle Mitte Dezember aufgehoben werde. Werner Tepper zu seinen Aktivitäten: »Ich möchte die Lethargie auflösen, unser Wir-Gefühl verstärken und generell gegen den LKW-Verkehr vorgehen, da schon das grundsätzliche Verkehrsaufkommen zu viele LKWs hat.«
Die Anwohner fühlen sich extrem belästigt und körperlich bedroht durch den LKW-Verkehr. Wiederholt wurden betrunkene Fahrer erlebt und die Fußgängerampel bei Rot überfahren.


Die Anwohnerin Anja S.* (*Name geändert, der Redaktion jedoch bekannt) möchte aus Angst vor Repressalien und den polnischen Lkw-Fahrern unerkannt bleiben. Sie schildert die Zustände: »Am 13. November war hier ein schwerer Verkehrsunfall, an dem drei polnische Lkw beteiligt waren. Der Verursacher beging Fahrerflucht. Ich stand vor der Tür, als aus einem der Lkws drei stinkbesoffene Polen ausstiegen, die kaum mehr stehen konnten und mich bepöbelten«. Daraufhin ist sie ängstlich zurückgewichen. Anja S. fühlte sich und die Sicherheit ihrer Kinder derart bedroht, dass sie die Polizei anrief. Aufgrund eines schweren Verkehrsunfalls auf der Autobahn konnte der Polizist keine Hilfe versprechen. Alleingelassen fühlte sie sich, hilflos und ängstlich. Gleichzeitig beobachtete ein Nachbar, wie aus einem polnischen LKW durch das geöffnete Seitenfenster ungeniert auf die Straße uriniert wurde. Eine Freundin von Anja S. wollte ein Foto von dem Unfall machen und war sogleich von zehn nicht deutschsprechenden Männern umringt. Einer hielt sie fest und wollte ihr die Kamera entreißen, sie konnte sich losreißen und flüchtete voller Panik. Mehrfach beobachtete Anja S. Folgendes: »Wenn hier ein Wagen vorschriftsmäßig 30 Stundenkilometer fährt, haben Lkws den Wagen einfach überholt und sind dabei über den gegenüberliegenden Gehweg gebrettert. Unsere Kinder können wir nicht mehr alleine zur Schule gehen lassen, das ist ja lebensgefährlich geworden«, empört sie sich. Das sind nur einige der ungezählten Beispiele. Hier ist das Eingreifen der Polizei durch verstärkte Kontrollen dringend erforderlich, um Schlimmeres zu verhindern.



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