29-12-09
Stadtvertretung ist sich einig: Kooperationsgespräche mit Geesthacht sollen aufgenommen werden
Lauenburg (cks) - Die Lauenburger Stadtvertretung war sich in diesem Punkt einig: Es sollen Gespräche mit der Stadt Geesthacht aufgenommen werden über eine mögliche Kooperation der beiden Städte. Eingebrochene Gewerbe- und Einkommenssteuer, reduzierte Gewinne und Einnahmen machen der Stadt Lauenburg zu schaffen, doch Schulen, Kinderkrippen, Freibad, Bücherei und anderes will unterhalten werden und Lauenburg sei nicht mehr in der Lage, die Kosten selbst zu erwirtschaften. Aufgrund der desolaten Finanzsituation der Stadt Lauenburg habe das Innenministerium aufgefordert, neue Einnahmequellen aufzutun beziehungsweise auch über mögliche Kooperationen nachzudenken und so Kosten einzusparen.
»Es wird keine Fusion geben und wir werden auch kein Stadtteil von Geesthacht. Wir werden akribisch und systematisch vorgehen und eigenständig bleiben«, erklärte Bürgermeister Harald Heuer auf der jüngsten Stadtvertretersitzung, die erstmals in der Heinrich-Osterwold-Halle stattfand.
Verwaltung und Service sollen in Lauenburg aufrecht erhalten bleiben. So wolle man der Lauenburger Bevölkerung in jedem Falle ein funktionierendes Gemeinwesen erhalten und eine ausgewogene und bezahlbare Infrastruktur zur Verfügung stellen, ohne die kommunale Eigenständigkeit zu gefährden. So könnte eine Verwaltungsgemeinschaft eingerichtet werden, beispielsweise durch Zusammenlegung von Standesämtern, Bau- und Planungsämtern, die Einsparpotenziale bietet, aber trotzdem auch bürgerfreundlichen Service.
Und das Verwaltungsgemeinschaften Erfolg haben, zeige die zwischen Lauenburg und dem Amt Lütau, die bereits seit 40 Jahren Bestand hat.
Gespräche mit Geesthachts neuem Bürgermeister Manow werden aufgenommen, außerdem soll der Hauptausschuss der Stadt Lauenburg auf jeder Sitzung über den Verlauf der Gespräche informiert werden.
Der Antrag wurde von den Vorsitzenden der CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und der FDP unterzeichnet.