26-01-10
Bürgermeister Harald Heuer verärgert:
Noch immer kein Termin vom Kieler Verkehrsministerium in Sicht
Lauenburg (gak) – Die hinlänglich bekannte Problematik der Verkehrsbelastung insbesondere durch LKWs über zwölf Tonnen wurde in einem intensiven Gespräch zwischen Vertretern der FDP und Bürgermeister Harald Heuer sowie Bürgervorsteher Andreas Lojek besprochen. Christopher Vogt von der FDP Landtagsfraktion und Professor Dr. Hans-Georg Priesmeyer, stellvertretender Kreisvorsitzender der FDP und Ratsherr in Geesthacht, ließen sich von den Problemen berichten und sicherten ihre tatkräftige Unterstützung zu. Verärgert äußerte Harald Heuer: »Ich werde meinem Ärger lautstark Luft machen, wenn wir den zugesagten Termin für Februar nicht bekommen.«
Das Kieler Verkehrsministerium hatte den ursprünglich für Januar anvisierten Termin zur Erklärung des Zahlenwerks der Verkehrszählung verschoben und noch immer liegt dem Bürgermeister kein neuer Termin vor. »Ich wage die Vermutung, dass es nicht funktioniert«, sagte Harald Heuer. »Wir wenden uns an den Ministerpräsidenten, wenn es wieder nicht klappt und bitten ihn, uns zu helfen«, kündigte er entschlossen an. Um den politischen Druck zu erhöhen, werden die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen gemeinsam mit den Parteien, Kommunen sowie Bürgerinitiativen aktiv werden. »Nur eine Vernetzung aller Betroffener wird in Berlin auch Gehör finden«, ist sich Andreas Lojek sicher und: »Wir werden zur Erläuterung des Zahlenwerks auch Geesthacht und Nachbargemeinden einladen.« Christopher Vogt wird den Wirtschaftsminister Jost de Jager persönlich ansprechen: »Ich werde mich dafür einsetzen, dass jemand vom Ministerium dabei ist.«
Das örtliche Verkehrsaufkommen hat sich kaum verändert, aber der Schwerlastverkehr ist um rund 20 Prozent angestiegen. An der Zählstelle Ost, Berliner Straße Blickrichtung Osten, wurden in vierundzwanzig Stunden 10.420 Fahrzeuge gezählt, davon 2.068 bis 7,5 Tonnen und 1.692 über 12 Tonnen. Das bedeutet alle zwei Minuten fahren fünf LKWs an der Berliner Straße durch die Stadt. Ein Durchfahrverbot schien allen Anwesenden das Vernünftigste zu sein, da durch diese Regelung, anders als bei einer Bemautung, die Anlieger durch Prüfung der Fahrzeugpapiere von den Mautflüchtlingen beziehungsweise Durchfahrern unterschieden werden können. Das wird streng und regelmäßig von der Polizei zu überprüfen sein. Harald Heuer: »Alle müssen an einem Strang ziehen, sonst klappt es nicht.«