24-11-09
Erste Kooperationsvereinbarung
Zwischen Albinus-Gemeinschaftsschule und Wellpappenwerk Smurfit Kappa
Lauenburg (gak) – Als Startschuss für eine bessere ökonomische Bildung und einen größeren Realitätsbezug der Schüler im Hinblick auf deren künftige Rollen in der Wirtschaft, so könnte die Kooperationsvereinbarung zusammengefasst werden. Schulleiter Heinz Hoffmann und Plant Manager Philipp Kosloh waren sichtlich zufrieden und optimistisch über die neue Vernetzung zwischen Schule und Betrieb. Heidi Näpflein, die als Fachberaterin Schule-Betrieb für das Südliche Schleswig-Holstein zuständig ist, erläuterte: »Im Rahmen des Projektes Landespartnerschaft Schule-Betrieb suche ich für Schulen die passenden Partner in der Wirtschaft und analog umgekehrt.
Der Kreis Herzogtum Lauenburg war bislang ein schwarzer Fleck auf meiner Karte.« Sowohl für die Albinus-Gemeinschaftsschule als auch für Smurfit Kappa ist es die erste Zusammenarbeit dieser Art. Künftig wird bereits ab Klasse 5 eine Berufsorientierung in den Schulen angeboten. Den Schülern wird ermöglicht, ihre eigenen Stärken und besonderen Fähigkeiten zu erkennen sowie durch Betriebspraktika Einblicke in die Wirtschaft zu erhalten.
Die Schulbeauftragte für Berufsorientierung Monika Wolf hat bereits Pläne: »Wir werden mit den Schülern zu Smurfit Kappa gehen und uns dort Verpackungsmaterial ansehen, damit die Schüler erfühlen können, was dort geschieht.« Der größere praktische Bezug, insbesondere zur Industrie, wird es den Schülern erleichtern ihre spätere Berufswahl zu treffen. Heinz Hoffmann berichtete: »Die Schüler der Albinusschule wollen hauptsächlich ins Handwerk und in den Dienstleistungsbereich, weil ihnen der Bezug zur Industrie und deren beruflichen Möglichkeiten fehlt.«
Der sich abzeichnende zunehmende Fachkräftemangel motiviert natürlich auch Smurfit Kappa, Boris Magdalinski erläutert: »Wir bilden in dem Beruf Verpackungsmittelmechaniker, aber auch zum Industriekaufmann aus. Da wir ein weltweit agierender Konzern sind, gibt es für die jungen Leute natürlich später die Chance in die große weite Welt zu gehen.« Wert legte jedoch Heinz Hoffmann auch auf die Feststellung, dass die Schule nun nicht zu einem Zulieferer für die Industrie würde: »Natürlich möchten wir einen höheren Realitätsbezug für die Schüler erwirken, aber ebenso wichtig ist der ästhetische Bereich in der Schulausbildung.
Der Umgang mit Kunst und Literatur.« Smurfit Kappa hat vor fünf Jahren mit ihrer Ausbildungsoffensive begonnen und seitdem regelmäßig Infotage für Schüler eingerichtet, die von den Schülern der Albinusschule zahlreich angenommen werden. Boris Magdalinski hofft auf größeres Interesse an der Ausbildung als Verpackungsmittelmechaniker: »Wir suchen noch Auszubildende ab August 2010 und haben bislang erst sieben Bewerbungen.« Heinz Hoffmann und die Mitarbeiter von Smurfit Kappa sind sich einig, dass die Kooperationsvereinbarung der erste Schritt einer langjährigen effizienten Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft sein wird.