08-06-10
Gebundene Gemeinschaftsschule vom Land für Lauenburg genehmigt
Lauenburg (ud) – Die Gebundene Form der Gemeinschaftsschule ist für eine Stadt wie Lauenburg mit ganz schwacher sozialer Struktur die beste Möglichkeit, um Kindern Chancengleichheit zu gewähren. Diese Überlegung war für Lauenburger Kommunalpolitiker Grundlage für ihre einstimmige Entscheidung für diese Schulform. Jetzt hat zwar das Land die Genehmigung für die Gebundene Gemeinschaftsschule erteilt, aber es ist kein Geld da, um den im Masterplan zwingend geforderten Mensabau zu realisieren. Der Kreis entzieht Lauenburg aufgrund der Überschuldung die benötigten Mittel. Bürgermeister Harald Heuer will eine Benachteiligung Lauenburgs im Bildungsbereich nicht hinnehmen und zeigt sich kämpferisch. Land und Kreis müssen akzeptieren, dass es für die Stadt keine Alternative gibt. »Wir wollen die Gebundene Gemeinschaftsschule, selbst mit Abstrichen. Das bislang genehmigte Geld von 2,8 Millionen Euro muss dann vorerst reichen.« Am 9. Juni wird Heuer gemeinsam mit den Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD, Grüne und FDP nach Kiel fahren. Innenminister Klaus Schlie, von dem die Zustimmung für die benötigte Neuverschuldung Lauenburgs kommen muss, hat zwar keine Zeit, aber Staatssekretär Volker Dornquast wird sich die Argumente aus Lauenburg anhören.