23-02-10
Elbschiffahrtsmuseum erhält 200 Jahre alte Haustür
Lauenburg (gak) – Der Kontakt zwischen dem Butenlauenburger Otto Schmahl (77) und Horst Eggert vom Heimatbund und Geschichtsverein Lauenburg entstand aufgrund der 800-Jahr-Feierlichkeiten der Stadt. Stets hatte der gebürtige Lauenburger die Geschehnisse in der Stadt über das Internet, auf den Seiten des Lauenburger Rufers und der Homepage von Lauenburg verfolgt. So wurde er auf die vielfältigen Aktivitäten des Geschichtsvereins aufmerksam. »Es geschieht ja tatsächlich etwas in meiner Heimatstadt«, dachte sich der in Frankenthal/Rheinlandpfalz lebende Otto Schmahl und rief Horst Eggert an.
Daraus ergaben sich ein reger Kontakt und der Wunsch, seine Lauenburgsammlung dem Heimatbund zu überlassen.
Eine schwere 200 Jahre alte Hauseingangstür mit dem Innungszeichen der Maurer, das sein Geburts- und Elternhaus in der Berliner Straße 33 bis zum Jahre 1952 schmückte, gehörte dazu. Sein jüngster Bruder, Peter Schmahl, wohnt in dritter Generation mit seiner Frau Nathalie in dem von Amtsmaurermeister Uhrbrock 1827 erbauten Haus. Otto Schmahl heiratete die Bierverlegerstochter Gretchen Schröder, die 2008 verstarb, in deren Besitz sich noch das marmorne Schild »Bier-Verlag W. Jahnke Grünstr. 15« befand.
Horst Eggert berichtete: »Auch dieses Stück übereignete er auf Wunsch seiner Frau und deren in Toronto lebender Schwester unserem Verein.« Zu der Sammlung gehören außerdem zwei alte Konfirmationsurkunden, alte Kassenscheine der Sparkasse sowie fünf wunderbare Lithografien von Lauenburg. »Auf diesen ist noch der alte Kirchturm der Maria-Magdalenen-Kirche, der am Ende des zweiten Weltkrieges zerbombt wurde, zu sehen«, erläuterte Horst Eggert.
All diese Kostbarkeiten Lauenburgischer Geschichte übergab der Heimatbund und Geschichtsverein als Dauerleihgabe dem Elbschifffahrtsmuseum.
Der Museumsleiter Jochen Kedziora dankte dem Verein: »Wir freuen uns, diese herrlichen Stücke unseren Gästen in der Abteilung über Lauenburgische Geschichte zeigen zu können.«