16-02-10
Kooperationsvertrag mit der Stadt unterschrieben
Lauenburg (gak) – Bürgermeister Harald Heuer hatte stets betont, dass er das Künstlerhaus zwar verkauft hat, aber der stete Kontakt und die Förderung weiterhin bestehen bleiben werden. Besiegelt wurde dies nun mit einem auf unbestimmte Zeit geschlossenen Kooperationsvertrag zwischen der Stadt und dem Künstlerhaus. Harald Heuer und Ulrike Mechau-Krasemann unterzeichneten den Vertrag, der dem Künstlerhaus eine jährliche Förderung in Höhe von 6.100 Euro zusicherte.
Das Künstlerhaus verfolgt zielgerichtet ein Konzept, um die Belebung des Hauses in der stipendiatenfreien Zeit zu gewährleisten. So wird das im vergangenen Jahr sehr erfolgreiche Projekt des Kinderateliers fortgeführt. In Zusammenarbeit mit der Universität Lüneburg und der Kunsthalle Hamburg werden Kinder durch Studenten des Fachbereiches Kunstvermittlung in spannender Weise an Kunst herangeführt. Bernhard Sdun: »Wir haben schon richtige kleine Talente entdeckt, die gern immer wiederkommen.« Ein Drittel der Kinder nimmt über Stipendien daran teil, die anderen zahlen dreißig Euro für das große Kinderatelier und fünfzehn Euro für das kleine. Tango wird weiterhin im Künstlerhaus getanzt und verschiedene Kurse angeboten.
Auch das Kino im Künstlerhaus findet jeden dritten Freitag im Monat statt. Weitere Informationen über das Programm des Künstlerhauses unter www.kuenstlerhaus-lauenburg.de oder telefonisch 04153–59 26 49.
Im Rahmen des Zukunftsprogramm, AktivRegion Sachsenwald-Elbe wurde das Künstlerhaus in die Entwicklungsstrategie aufgenommen.
Ein Ideenpapier wurde aufgestellt und nun hoffen Geschäftsleitung und Vorstand, dass das Künstlerhaus mit seinem Programm zum Leuchtturmprojekt wird. Kunst und Kultur versteht sich als Stadtentwicklungsmotor. Volker Hillmann: »Wir werden leerstehende Flächen in Lauenburg mit Kunst bespielen und Kunstführungen in der Stadt anbieten.« Natürlich muss an dem Haus auch viel renoviert und saniert werden. Das Sanierungskonzept sieht Kosten in Höhe von 60.000 Euro vor. »Wir haben einen Antrag beim Innenministerium auf Glücksspielgelder gestellt«, berichtete Volker Hillmann und hofft, damit alle erforderlichen Arbeiten ausführen lassen zu können.
In Vorfreude auf die beiden Kompositionsstipendiaten, die in der alten Hafenmeisterei untergebracht werden, verriet Bernhard Sdun: »Am 13. November wird es eine Uraufführung der beiden Arbeiten der Komponisten Tobias Klich aus Jena und Min Kyong Kim aus Seoul geben.« Sicherlich eine Veranstaltung, die Interesse weit über die Grenzen der Stadt hinaus wecken und kunstinteressiertes Publikum nach Lauenburg locken wird.