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17-11-09

Stipendien bei Künstlern aus der ganzen Welt begehrt

Die 24. Künstlerhausgeneration ab Mai 2010 steht fest


Berge von Bewerbungen im Bereich Bildende Kunst bewerteten: Sabine Egelhaaf (Künstlerin), Sylvia Stuhr (Bundesverband Bildender Künstler), Marlies Behm (Overbeck Gesellschaft Lübeck), Annette Grass (Ministerium für Bildung und Kultur), Dr. Hans Jürgen Schild (Künstlerhaus) und Dr. Peter Kruska (Stadtgalerie Kiel). Foto: Gabriele Kasdorff

Lauenburg (gak) – Nach mehr als neunstündiger Dauersitzung der Jury für den Bereich Bildende Kunst sahen die Juroren erschöpft, aber mit dem Ergebnis sehr zufrieden aus. Nach vielen Diskussionen und drei Qualifizierungsrunden standen die Stipendiaten fest. Dr. Hans Jürgen Schild vom Künstlerhaus: »Die Einsendungen waren von außerordentlich hoher Qualität und mit mehr als 200 Bewerbungen hatten wir so viele Bewerber wie nie zuvor.« Die Stipendiaten für 2010 sind der 1981 geborene Markus Hiesleitner aus Wien (Konzeptkunst), die aus Hamburg kommende Japanerin Akane Kimbara (Zeichnungen/Video) und der 1977 geborene Hendrik Lörper aus Kiel (Installationen).

»Entscheidend für die Auswahl waren die Art der Präsentation, die erkennbare Handschrift der Künstler und die sichtbaren Entwicklungsmöglichkeiten«, so Dr. Hans Jürgen Schild. Das Stipendium im Bereich der Literatur erhielt die 1978 geborene Claire Walka aus Hamburg. Ab Mai 2010 werden erstmals zwei dreimonatige Kleinstipendien für Komposition vergeben. Die Stipendiaten sind die Südkoreanerin Min Kyong Kim aus Seoul (Klavier/Elektroakustik) und der 1983 geborene Tobias Klich aus Jena (Gitarre/Live-Elektronik).

Die beiden Kleinstipendien werden unter anderem aus Spenden des Rotary Clubs Herzogtum Lauenburg bezahlt, während die Halbjahresstipendien von Land und Kreis finanziert werden. Die erste Vorsitzende des Fördervereins Künstlerhaus Ulrike Mechau-Krasemann sieht die steigende Anzahl der Bewerber auch in der sich durch den Kauf des Hauses stabilisierten Lage der renommierten Stipendiatenstätte. Bewerbungen aus aller Welt sind in Lauenburg eingegangen, unter anderem aus New York, dem ostasiatischen Raum und viele koreanische Bewerbungen, aber auch aus Österreich, Frankreich, England und allen Bundesländern Deutschlands.

Lauenburg, so bestätigen auch vorherige Künstlerhausgenerationen, ist durch seine ruhige und beschauliche Lage an der Elbe für Künstler besonders reizvoll.

Aber auch das Internet, die bessere Vernetzung und der ausgezeichnete Internetauftritt des Künstlerhauses tragen ihren Anteil an dem Erfolg. Dr. Hans Jürgen Schild zum Abschluss eines langen Tages und im Hinblick auf die ausgewählten Künstler der 24. Stipendiatengeneration: »Wir wünschen uns, dass sich die Künstler für Lauenburg einbringen, sich hier entfalten und Spuren hinterlassen, so wie es vorhergehende Generationen in zunehmender Weise auch getan haben.«



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