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12-06-12

Lauenburgs Politik votiert für Andreas Püst als Betreiber der Heinrich Osterwold-Halle

 


Mit sehr viel Herzblut hat Andreas Püst das Theater Lauenburg gegründet und bereits beachtliche Erfolge erzielt. Die Anspannung während der Beratung des Ausschusses war ihm deutlich anzumerken.Foto: Ute Dürkop

Lauenburg (ud) – Lauenburgs Kulturschaffende befürworten einstimmig die Bewerbung von Theatergründer Andreas Püst, für die Verwaltung der Heinrich-Osterwold-Halle in eigener Regie. Schriftlich teilten sie Bürgermeister Andreas Thiede mit, dass es für eine erfolgreiche Kulturarbeit im Zusammenhang mit der Osterwold-Halle ein Vorteil ist, wenn sich Püst auf den Konsens aller Lauenburger Kulturschaffenden berufen kann. In einem neuen Vertrag soll ein ehrenamtlicher Beirat aus den Reihen der Kulturschaffenden bestimmt werden, der die Arbeit von Püst beaufsichtigt und unterstützt.
Die Entscheidung über die Bewerbung von Püst hatte Lauenburgs politische Selbstverwaltung in der Ausschusssitzung für öffentliche Einrichtungen, Wirtschaft und Tourismus. Über zwei Varianten des Beschlussentwurfs der Verwaltung sollte diskutiert werden. Zum einen könnte, die Halle bis auf Weiteres in der Zuständigkeit der Stadt bleiben und ein Hausmeister als 400-Euro-Kraft eingestellt werden, oder als zweite Variante wäre ein Interessenbekundungsverfahren einzuleiten, mit dem Bewerber für einen Konzessionsvertrag gesucht werden sollen.
Kai-Fabian Steffens, der Fraktionsvorsitzende der CDU, machte deutlich, dass sich seine Partei unbedingt für die zweite Lösung einsetzt und zwar ohne das Interessenbekundungsverfahren. Die Bewerbung von Püst sollte angenommen und die Heinrich-Osterwold-Halle direkt an ihn vergeben werden, so dass er bereits im August aktiv werden kann. »Seine Arbeit hat einen sehr wichtigen Werbecharakter für die Stadt und ist genau das richtige Gleichgewicht zu anderen Veranstaltungen«, so Steffens. Diesem Vorschlag stimmten alle Fraktionen ohne Diskussion einstimmig zu. Ebenfalls einig war sich Lauenburgs Politik darin, dass ein Hausmeister eine unnötige Belastung der leeren Stadtkasse wäre. Diese Entscheidung zauberte ein erstes Lächeln in das Gesicht von Andreas Püst, der angespannt die Sitzung verfolgte. Trotz des einstimmigen Votums für Püst meldete Reinhard Nieberg rechtliche Bedenken an, die er damit erklärte, dass allen anderen Bewerbern erneut die Möglichkeit gegeben werden muss, Einblick in die Informationen über die Vergabe der Hallenorganisation zu bekommen. »Wir sind auf der sicheren Seite, wenn wir erneut ein Interessenbekundungsverfahren mit kurzer Bewerbungsfrist einleiten. Danach steht es der Politik frei, sich für Andreas Püst zu entscheiden.«
»Ich bin natürlich sehr erleichtert und stolz darüber, dass alle für mich gestimmt haben. Jetzt geht es mit Hochdruck an die Arbeit, zu der auch das Märchen 'Die Schneekönigin', das wir zu Weihnachten aufführen werden, gehört«, so Andreas Püst.



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