24-11-11
Lauenburg plant vier Shoppingsonntage im kommenden Jahr
Lauenburg (ud) – Bürgermeister Andreas Thiede sprach sich in einer Besprechung mit Mitgliedern der Wirtschaftlichen Vereinigung (WVL) und dem Arbeitskreis der WVL für die verkaufsoffenen Sonntage für das Öffnen der Geschäfte an vier Sonntagen im Jahr aus. »Jeder Sonntag, an dem die Geschäfte zum Einkaufen einladen, bedeutet Umsatz und das ist ein Ziel, das von der Stadt unterstützt werden soll«, so Thiede. Es ist aber nicht damit getan, die Geschäfte zu öffnen. Mit einem attraktiven Rahmenprogramm müssen Kauflustige einen Anreiz bekommen, auch tatsächlich in ihrer Stadt auf Entdeckerreisen zu gehen. Genau da liegt aber das größte Problem für das Arbeitsteam. »Wenn wir die anfallenden Unkosten von rund 1.700 Euro pro Sonntag nicht deckeln können, haben wir kaum Chance, etwas Vernünftiges auf die Beine zu stellen«, bedauert Ralf Storjohann. Plakate, Genehmigungen von der Stadt, Werbung, Banner oder Akteure müssen bezahlt werden. Um einigermaßen über die Runden zu kommen, werden an die teilnehmenden Geschäftsleute Rechnungen über 29 Euro für anfallende Kosten verschickt. »Leider wird dieser Kann-Betrag von vielen nicht bezahlt«, bedauert Storjohann. Ein weiteres Problem ist die Auswahl der Tage. Überschneidungen mit anderen Städten sind leider unvermeidbar. Das Fehlen zusammenhängender Innenstadt macht es zusätzlich schwer, Interessenten an alle Geschäfte heranzuführen. Es muss also ein Rahmenprogramm gestaltet werden, das die gesamte Innenstadt von Penny bis zum Europakreisel mit einbezieht. »Dafür könnte man etwa den Frühjahrsmarkt vom Schüsselteichplatz mit Fahrgeschäften und Buden in den Innenstadtbereich verlegen«, überlegt Bürgermeister Andreas Thiede. Darüber hinaus sollten größere Veranstaltungen in der Stadt genutzt werden, um auch die Geschäfte zu öffnen. Am 12. August findet das Schlossgartenfest statt und am 9. September der Töpfermarkt. An diesen Sonntagen werden auch die Geschäfte öffnen und das Programmangebot mitnutzen. Mit dem 1. April und dem 4. November verblieben dann nur noch zwei Sonntage, an denen Programmgestaltung und Finanzierung in den Händen des Arbeitskreises der WVL liegt.