12-06-12
Hilfe für Lauenburgs »Kaiser«
Lauenburg (ud) – Nicht nur in der Bundespolitik arbeiten CDU und FDP Hand in Hand, auch wenn es um die Region geht, sind sich Mitglieder beider Parteien offensichtlich einig. »Norbert Brackmann und ich haben fast zeitgleich den Entschluss gefasst, dass dem Raddampfer Kaiser-Wilhelm unbedingt geholfen werden muss«, erzählte Dr. Christel Happach-Kasan in einem Pressegespräch bei der Hitzler-Werft. Die aus Bäk stammende FDP-Politikerin hat mit ihren Berliner Mitarbeitern einen Ausflug auf dem Kaiser erlebt und ist nach wie vor begeistert von dem einmaligen Charme des 112 Jahre alten Veteranen. »Auf dem Kaiser die faszinierende Flusslandschaft der Elbauen zu erleben, ist einmalig. Das denkmalgeschützte Schiff ist ein technisches Kulturdokument und für den touristischen Bereich der ganzen Region immens wichtig«, betonte sie. In dem Lauenburger Norbert Brackmann, der im Finanzausschuss seiner Partei in Berlin arbeitet, hat sie den richtigen Ansprechpartner gefunden. »Ich habe Fördermöglichkeiten mit einem Eigenkapital – schonenden Anteil von zehn Prozent für den Kaiser entdeckt, die helfen können, das Kulturdenkmal Kaiser Wilhelm wieder fit zu machen«, berichtete Brackmann. Zurzeit wären aus dem Förderfond für Kulturdenkmäler etwa 230.000 Euro realisierbar. Damit kann nach der Saison die längst überfällige Erneuerung der Radkästen für die Schaufelräder starten. »Lauenburg ist als Elbschifffahrtsstadt mit dem Einsatz hoch engagierter Ehrenämtler vorbildlich und dass muss honoriert werden«, betonte Brackmann. Bei einer Besichtigung wird deutlich, dass der Veteran, der zurzeit zur Reparatur bei der Hitzler-Werft auf den Slipanlagen liegt, leider in keinem guten Zustand ist. Bürgermeister Andreas Thiede bedankte sich bei den Bundespolitikern für ihr Engagement. »Es ist ein gutes Gefühl, wenn nicht nur wir als Stadt, sondern eine ganze Region gemeinsam mit uns an einem Strang zieht. Wir haben die Schätze und Sie geben uns die Möglichkeiten, sie zu präsentieren«, so Thiede. Wilhelm Bischoff vom Vorstand des Fördervereins Elbschifffahrtsmuseum kämpft unermüdlich für den Kaiser und ist begeistert von der guten Nachricht aus Berlin. Er hofft, dass Mitte bis Ende Juli der Kaiser wieder im Fahrbetrieb eingesetzt werden kann.