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25-08-09

Gelungene Einweihungsfeier der Heinrich-Osterwold-Halle

Ministerpräsident Peter Harry Carstensen verspricht,

Lauenburger Bedürfnisse im Auge zu behalten


Gleich nach seinem Eintreffen wurde Ministerpräsident Peter Harry Carstensen mit einem Glas Sekt begrüßt. Hinten links: Bürgervorsteher Andreas Lojek, Landtagsabgeordneter Klaus Schlie (CDU), Bürgermeister Harald Heuer.

Lauenburg (ud) – Nach nur zwölf Monaten Bauzeit konnte die Heinrich-Osterwold-Halle feierlich eingeweiht werden. Bürgermeister Harald Heuer freute sich, dass 99 Prozent der Eingeladenen auch tatsächlich gekommen waren. Das könnte natürlich an den bevorstehenden Wahlen liegen, resümierte Lauenburgs Stadtoberhaupt über die große Zahl vom Politprominenz.

Selbst Ministerpräsident Peter Harry Carstensen, der seinerzeit spontan die Schirmherrschaft für die 800-Jahr-Feiern der Stadt übernommen hatte, saß in der ersten Reihe. Harald Heuer nutzte die Gunst der Stunde und sprach den Ministerpräsidenten auf ein Ministerium in Kiel an, das die Bedürfnisse Lauenburgs offensichtlich ignoriert. Das Wirtschafts- und Verkehrsministerium habe weder ein Ohr für die Verkehrsbelastungen durch immer mehr LKW in der Stadt, noch für die dringend notwendige Umgehungsstraße. Verkehrszählungen aus dem April dieses Jahres seien immer noch nicht ausgewertet.

Auch vermisse die Stadt eine Unterstützung bei den Plänen für den Containerterminal. Der Ministerpräsident versprach, sich zu kümmern und demnächst Heuer telefonisch zu unterrichten, was machbar sei. Das Land könne zwar nichts verschenken, aber es könne die Hand für Hilfeleistungen reichen.

Lauenburg müsse diese ausgestreckte Hand allerdings annehmen, riet Carstensen, wohl auch in Bezug auf den Schrägaufzug mit dem der Ministerpräsident, nach seinen Worten, gern mal fahren würde. Die Schönheit von Lauenburg müsse viel mehr genutzt werden, darin läge aber auch Last und Chance zu gleichen Teilen. Urlaub im eigenen Land würde immer beliebter. Den Touristen müsse etwas geboten werden. Mit der Sanierung der Heinrich-Osterwold-Halle habe die Stadt ein weiteres »Juwel« mit dem sie punkten könne, so der Ministerpräsident. Alle Gäste waren begeistert von dem Ergebnis der Sanierungsmaßnahmen. Antje Schubert und Petra Lepsien hatten bis zum 31. Mai 2008 die Heinrich-Osterwold-Halle mit einem bunten Kulturprogramm zum Leben erweckt. Sie fanden es besonders gelungen, dass durch den Erhalt der Galerie viel vom ursprünglichen Charme der alten Turnhalle erhalten geblieben ist. Thomas Schöning, der den Lauenburger Bahnhof sanierte und dort ein Gästehaus sowie das Restaurant und Café »ZugSpitze« einrichtete, hat jetzt die Osterwold-Halle als Betreiber übernommen.

Bauamtsleiter Reinhard Nieberg führte durch die gelungene Veranstaltung und bewies Qualitäten, die begeisterten. Als Diskussionspartner mit knallharten Argumenten ist er den Lauenburgern ja schon lange bekannt, dass er aber auch ein exzelender Moderator mit viel Witz und Charme sein kann, bewies er überzeugend. Selbst im politischen Bereich gelang ihm ein Treffer mit der Bemerkung an den Sponsor des Bühnenvorhangs, den ehemaligen CDU-Ortsvereinsvorsitzenden Wolfgang Meissner. Schwarz wäre ja eine Alternative gewesen, aber rot würde einfach besser aussehen, kommentierte er launig.

Ministerpräsident Peter Harry Carstensen nahm diese Bemerkung schmunzelnd zum Anlass darauf hinzuweisen, dass rote Vorhänge dazu da wären, zur Seite geschoben zu werden. Klar, dass der Landtagsabgeordnete Olaf Schulze (SPD) in der besten Wahlkampfzeit das nicht so hinnehmen konnte. Er konterte: »Ein roter Vorhang muss nur beiseite geschoben werden, wenn Theater gespielt werden soll.« Karl Osterwold, der Sohn des verstorbenen Namensgeber der Halle, Heinrich Osterwold, gehörte zu den Gästen der Einweihungsfeier. Der Umbau sei ganz toll geworden, kommentierte er. Die Halle sei jetzt für jeden Lauenburger da, und das sei ganz im Sinne seines Vaters.



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