10-04-10
Seglerträume
(ae) - 52 Segler der Segler-Gemeinschaft Schwarzenbek (SGS 85) erlebten ein Abenteuer-Wochenende im Bremer Universum und auf dem Großsegler »Schulschiff Deutschland«
Segeln ist selbst für die ganz Robusten nichts im Winter, zumal das bei gefrorenen Seen auch schlecht möglich wäre. Um die Zeit nicht zu lang werden zu lassen und den Kontakt zu pflegen, organisieren Rüdiger Busch und Alina Lebang für die Kinder und Jugendlichen, aber auch interessierte Eltern der Segler-Gemeinschaft Schwarzenbek (SGS 85) in den Wintermonaten verschiedene Aktivitäten. Mit Ungeduld wird jedes Jahr die beliebte Segelwinterfreizeit erwartet.
In diesem Jahr fiel die Wahl auf Bremen. Dort gab es gleich zwei aufregende Abenteuer zu erleben: Das Universum mit spannenden wissenschaftlichen Erlebnisräumen und Mitmachstationen, aber auch das ehemalige Ausbildungsschiff, der Großsegler »Schulschiff Deutschland«.
Drei Expeditionen zu den Themen Mensch, Erde und Kosmos erwarteten die Besucher im »Science Center« des Universums und man merkte schnell: »Ein Tag ist viel zu kurz«.
Den Urknall live erleben, wo auf der Welt gibt es überall Vulkane, wie wichtig ist das Gehör oder was hört das Ungeborene in einer Gebärmutter sowie eine simulierte Tiefseetauchfahrt begeisterten die kleinen und großen Gäste. Viele Mitmachstationen machten das Lernen und Erleben spannend und leicht.
Nach so viel Wissen wollten die Segler aber ihre Kojen auf dem »Schulschiff Deutschland« beziehen.
Nach einem kleinen Abstecher in die Bremer Jugendherberge zu einem köstlichen Abendbrot war es dann so weit. Der 86 Meter lange Großsegler wartete majestätisch im Hafen von Bremen-Vegesack. Von 1927 bis 1939 befuhr das Ausbildungsschiff des Deutschen Schulschiff-Vereins (DSV) sämtliche Weltmeere.
Rund 140 Matrosen lernten hier ihr Handwerk. Seit 1996 liegt das »Schulschiff Deutschland« dort fest und wird für Feste, Trauungen und auch als Übernachtungsmöglichkeit für Touristen verwendet. 30 Kabinen stehen zur Verfügung. »Achtung Stufe, Vorsicht Kopf«, schallte es von allen Seiten beim Erkundungsdurchgang. Auch ein Großsegler hat nur begrenzte Deckenhöhen und Treppen gibt es massenhaft.
Aber alle waren vorsichtig und es ist nichts passiert. Nach dem Bettenbeziehen und einer kleinen Erkundungstour wurde in der »Messe«, dem Gemeinschaftsraum, gespielt und gefeiert.
Zum Abschluss fand nach einer eher kurzen Nacht eine Segelrallye statt.
Sogar ein Opti (kleinstes Segelboot) wurde mitgebracht und musste von den Kindern und Jugendlichen fachgerecht zusammengesetzt werden. Für die Besten gab es Gutscheine von McDonald‘s.