11-12-09
Neues Angebot für Nachtschwärmer
Geesthacht (ok) - Am Sonntag ist Fahrplanwechsel. Für Fahrgäste in Geesthacht von Vorteil: »Leider hat der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) in seinen Hinweisen zum Fahrplanwechsel eine kleine, aber feine, Verbesserung für Geesthacht nicht erwähnt«, sagt Gerhard Boll (Grüne), bürgerliches Mitglied im Ausschuss für Bau und Verkehr der Geesthachter Ratsversammlung. Denn von Sonntag an wird es spätabends für die Bewohner der Geesthachter Oberstadt möglich sein, später als bisher mit der ‧Metrobuslinie 12 von Hamburg nach Geesthacht-Oberstadt zu fahren.
Bislang fuhr der 12-er nur bis Mitternacht in die Oberstadt. »Für Bewohner der Oberstadt, die mit dem Bus von Veranstaltungen aus Hamburg kamen, ein Problem«, sagt Boll. Denn wer später in Geesthacht ankam, musste bisher vom Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in die Oberstadt laufen. »Ich habe im Ausschuss den Vorschlag gemacht, das Problem kurzfristig im Sinne der Nutzer des ‧Öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) zu lösen«, sagt Boll. Und hatte Erfolg: Einstimmig setzten sich die Ausschuss-Mitglieder dafür ein, dass die Stadt für zunächst ein Jahr 2.500 Euro bereitstellt, damit der letzte Bus die Oberstadt erst um 1.04 Uhr erreicht. Damit, sagt Boll, seien die Bewohner der Geesthachter Oberstadt jetzt ähnlich gut ÖPNV-versorgt, wie die Bewohner des Ortsteiles Grünhof-Tesperhude. Gerhard Boll: »Jetzt hoffen wir natürlich, dass die Bewohner der Oberstadt dieses Angebot annehmen, damit wir es auch in den folgenden Jahren durchsetzen können.«
Tatsächlich ist nach einer Statistik der Autokraft Bergedorf vom September dieses Jahres die Zahl der Geesthachter, die die Busse nutzen, von 8.800 (davon 3.150 Schüler) im Jahre 2000 auf 10.000 (davon nur 2.950 Schüler) im Jahre 2008 gestiegen. An Geesthachts wichtigster Haltestelle, dem ZOB, steigen täglich 2.460 Fahrgäste in die Busse ein. Und die Statistik belegt auch: Nach dem Bau des ZOB und der Umgestaltung des Buslinien-Netzes habe es eine eindrucksvolle Nachfragesteigerung gegeben. Die spezielle Stadtkarte für 1,20 Euro habe zusätzlich zu einer nicht erwarteten Steigerung geführt.
Boll: »Manchen Oberstadtbewohnern scheint noch nicht bekannt zu sein, dass die Autokraft-Busse der Verbindung nach Schwarzenbek auch für den innerörtlichen Stadtverkehr genutzt werden können. Damit gibt es für die Oberstadt tagsüber praktisch einen Halbstundentakt. Wenn Busfahrer nicht halten sollten, ist es ratsam, umgehend die Autokraft in Bergedorf, Tel. 040-735 920 0 zu informieren.«