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15-08-09

Neugierde auf den KulturSommer am Kanal 2010 geweckt

 


Skateboards von Alexander Ehlke mit KulturSommer-Intendant Frank Düwel.Foto: Gabriele Kasdorff

Mölln (gak) – Kulturellen Austausch in Wort und Gesang, das erlebten die Künstler und Gäste des Abschlussfestes des KulturSommers »Noch einmal Alles« im Stadthauptmannshof Mölln. Zuvor richtete der Vizepräsident der Stiftung Herzogtum Lauenburg, Paul M. Rossa, dankende Worte an Frank Düwel: »Sie haben altes Gutes fortgeführt und neue kreative Ideen eingebracht.«


Der Zulauf des Publikums war bei allen Veranstaltungen größer als in den vorangegangenen drei Jahren. Kreispräsident Meinhard Füllner erntete Applaus mit seinen Worten: »Ich wünschte, es wären heute mehr Politiker hier, die später die Gelder zu vergeben haben.«

 
Die Gestaltung des Abends verlief spontan und jeder Künstler, der etwas mitgebracht hatte, stellte sich und seinen Beitrag für das Programm zur Verfügung. Der wunderbare Klaus Irmscher interpretierte klassische Musik auf humorvolle Art und Weise mit neuen Texten und erhielt langanhaltenden Beifall auf der Seebühne. Frank Düwel, der neue Intendant des KulturSommers am Kanal, wird auch in 2010 die Gestaltung übernehmen: »Mir ist der KulturSommer richtig ans Herz gewachsen. Überrascht Euch und das Publikum«, wandte er sich an die Anwesenden und: »Der KulturSommer soll Neugierde wecken, sowohl beim Publikum als auch bei den Künstlern.« Nur so entstehen kreative und innovative Ideen und eine neue Begeisterung für Kunst.
Der persönliche Weg des Frank Düwel führt ihn zunächst nach Paderborn. Dort wird er beim »Festival Musica sacra Paderborn 2009« Regie für die Oper »Fluss der Möwen« von Benjamin Britten führen. Ende September folgt er dem Ruf der UNESCO nach New York und arbeitet dort als Projektleiter für das Internationale Theaterinstitut (ITI). An der Universität Hamburg unterrichtet er die Studenten im Fach Regie.


Im Oktober dieses Jahres beginnt bereits die Planung für den neuen KulturSommer: »Damit es zu keinerlei zeitlichen Engpässen in der Zukunft kommen wird.« Wichtig ist ihm für den KulturSommer: »Die Künstler der Region zusammenzuführen, damit fachübergreifende Projekte entstehen, die für Künstler und Publikum gleichermaßen spannend sind.« Ihm ist es wichtig und ein inneres Anliegen: »Die unterschiedlichen wundervollen Begabungen besser herauszuarbeiten.« Dabei betont Frank Düwel, dass eine stärkere und frühere Öffentlichkeitsarbeit wichtig ist.

 
Er wird auch künftig junge Künstler der Region ansprechen und das Projekt »Du machst Kunst« fortsetzen. Das liegt ihm besonders am Herzen: »Es wird keine pädagogische Strukturen bei dem Projekt geben, die jungen Künstler sollen sich frei und individuell entwickeln.«

 
Die diesjährige Ausstellung »Du machst Kunst« hatte gezählte mehr als 600 überwiegend jüngere Gäste. »Wir werden mit Plakaten und Flugblättern für die Aktion werben und junge Menschen in der Kreismusikschule und der Hochschule für Musik und Theater ansprechen«, erzählt er lächelnd und man sieht ihm die Vorfreude auf kommende Projekte deutlich an. Dann wendet er sich Alexander Ehlke zu, einer der anwesenden jungen Künstler, der auf fantasievolle und teils fast romantische Art und Weise Skateboards inszeniert hat. Die Selbstsicherheit und Freude über ihre Arbeit strahlen all die jungen Leute aus, gleich ob sie fotografiert, mit Holz gearbeitet und Videoinstallationen erstellt haben. Gespannt, voller Erwartung und mit der von Frank Düwel gepriesenen Neugier können wir auf den KulturSommer am Kanal 2010 warten.



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