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07-08-09

Case Management jetzt auch im Johanniter-Krankenhaus

 


Die Case Managerin in der Frauenklinik: Anke Heßler, mit Chefarzt Dr. Klaus von Oertzen, der dieses möglich machte.Foto: Dagmar Koschek

Geesthacht (dk) – Die Frauenklinik im Johanniter-Krankenhaus hat seit kurzer Zeit eine weitere fortschrittliche Einrichtung zum Wohle der Patienten möglich gemacht. Ein sogenanntes »Case Management« erleichtert Patienten – und auch den behandelnden Ärzten im Krankenhaus – den oftmals komplizierten und von Angst begleiteten Weg bei einer ambulanten Operation.
In den USA entwickelt, fand das System, dessen Aufgabe es ist, zielgerichtet die Zusammenarbeit aller beteiligten Parteien zu koordinieren, schnell den Weg in die deutschen Krankenhäuser.

 
Die Ausbildung zusätzlich zu der bereits vorhandenen medizinischen Vorbildung, dauert wenigstens ein Jahr und kostet auf der Seite des Auszubildenden viel Energie und Freizeit, auf der anderen Seite bedeutet es großen finanziellen Aufwand für die Klinik. Ziel ist es unter anderem, medizinische und soziale Dienstleistungen für und vor allem mit dem Patienten für alle bestmöglich auszurichten. Die neue Case Managerin auf der Station 8 heißt Anke Heßler: sie betreut die Patienten vor Ort, koordiniert Termine, nimmt auch schon mal Blut ab, und stellt damit eine wichtige Schnittstelle im organisatorischen Ablauf dar.
Inzwischen zum Vollzeitjob mutiert, hat Anke Heßler alle Hände voll zu tun, als Erstkontakt nimmt sie die Patienten in Empfang, begleitet sie zu ihrem Zimmer und prüft, ob alle Voruntersuchungen erledigt wurden.


Fehlen Ergebnisse, ist es ihre Aufgabe, entsprechend nachzuhaken.
Die Case Managerin kümmert sich auch nach der Operation um die Patienten: um eventuell anfallende Pflege oder Überweisungen in weitere kompetente Hände und hat nebenbei auch immer ein offenes Ohr für Ängste oder Sorgen ihrer Patienten. Dabei spielt das Alter oder Geschlecht der Patienten keine Rolle. »Es war und ist viel Arbeit, doch es hat sich gelohnt«, äußert sich zufrieden Anke Heßler, die einen großen Teil ihrer Freizeit opfern musste, um diese Aufgabe übernehmen zu können.

 
Ein weiterer wichtiger Schritt zum Wohle der Patienten, die in deutschen Krankenhäusern immer mehr zu Nummern mutieren und nur noch im Durchschnitt 3,8 Tage stationär behandelt werden. Viele Menschen, bei denen nur ein kleiner Eingriff nötig ist, entscheiden sich für ambulante Operationen, da – dank Anke Heßler – die Versorgung weiterhin sicher gestellt ist und sich jeder Mensch nun einmal zu Hause am Wohlsten fühlt. Case Management heißt also jetzt das neue Zauberwort, das – hoffentlich – bald zum normalen Alltag einer Klinik gehören wird.



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