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21-05-10

Visitenkarte statt Vereinigte Hüttenwerke

 


Dr. Volker Manow, Landrat Gerd Krämer, Polier Jens Fock, Architekt Ralf Hinsch und KSK-Vorstand Rainer Burghardt: Drei Hammerschläge für die Zukunft.Foto: Olaf Kührmann

Geesthacht (ok) - Als »Visitenkarte für Geesthacht« bezeichnete Geesthachts Bürgermeister Dr. Volker Manow am späten Mittwochnachmittag den Neubau der Kreissparkasse (KSK) in Geesthacht. An exponierter Stelle, im Zentrum der Fußgängerzone Bergedorfer Straße, legten Landrat Gerd Krämer, Dr. Volker Manow und KSK-Vorstandsvorsitzender Rainer Burghardt kurz darauf den Grundstein für ein Geschäftshaus, das weit über die Elbestadt hinausstrahlen wird. Für 22 Millionen Euro entsteht hier ein KSK-Neubau, über den Burghardt sagt: »Geschäftlich ist Geesthacht längst die eigentliche Hauptstelle der Kreissparkasse, und das wird nun auch bald nach außen sichtbar.«
Und in der Tat: 50.000 Quadratmeter umbauter Raum, drei Ober- und ein Staffelgeschoss, eine Tiefgarage über zwei Stockwerke mit 90 Stellplätzen und weiteren 54 Stellplätzen auf einem Außenparkplatz, neben den Einrichtungen der Kreissparkasse 12 Wohnungen und zehn Büros bzw. Arztpraxen sowie Arbeitsplätze für etwa 60 Mitarbeiter und acht Auszubildende der Kreissparkasse: Ein Gebäude, das gegenüber dem ehemaligen KSK-Gebäude in einer ganz anderen Liga spiele, befand Geesthachts Bürgermeister in einem Grußwort.


»Der Südkreis des Herzogtum Lauenburgs und insbesondere Geesthacht ist eine prosperierende Region und profitiert von der Nähe zur Metropole Hamburg«, sagte Landrat ‧Krämer. Insbesondere die Wirtschaft habe in den vergangenen Jahren deutlich zugelegt. An dieser Entwicklung sei die Kreissparkasse wesentlich beteiligt gewesen. Krämer: »Mit der intensiven Betreuung der Firmenkunden und der Vergabe von Kreditmitteln betreibt die Kreissparkasse nachhaltige Wirtschaftsförderung, ebenso wie mit dem Eingehen von Beteiligungen, beispielsweise am Geesthachter Innovations- und Technologiezentrum oder an der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Herzogtum Lauenburg.« Und betonte: »Eine Kreditklemme gibt es jedenfalls für regionale Unternehmen nicht. Auch dadurch werden Arbeitsplätze geschaffen oder erhalten. Und nur so kann Wachstum der Wirtschaft entstehen.«
»Mit den zu vermietenden Gewerbeflächen und Wohnungen wollen wir ein Umfeld schaffen, von dem alle – auch benachbarte Geschäftsleute, Bürger, Stadt und Sparkasse – profitieren«, sagte Burghardt. Schlachtermeister Jens Voss, dessen beliebtes Geschäft an der Bergedorfer Straße vis-à-vis dem Neubau liegt: »Ich freue mich über diesen neuen Nachbarn. Ich gehe davon aus, dass er sehr dazu beitragen wird, dass hier künftig noch mehr Leben ist.«
Burghardt wies darauf hin, dass das alte KSK-Gebäude den Anforderungen nicht mehr entsprochen habe. Die Kreissparkasse hätte vor zwei Jahren einen siebenstelligen Betrag zur energetischen Sanierung investieren müssen. Geld, das an den unzureichenden räumlichen Verhältnissen aber auch nichts geändert hätte.


Seit 1943 ist die KSK mit einer Hauptfiliale in Geesthacht vertreten. 1962 sei erstmalig ein völlig neues Gebäude errichtet und bis heute 5-mal an- und umgebaut worden. Burghardt: »Entwickelt hat sich so im Laufe der Zeit ein Bauwerk, das der Umschreibung 'Vereinigte Hüttenwerke' alle Ehre macht.«
Erstmalig nutzt die Kreissparkasse Erdwärme als erneuerbare Energie. Bei dieser »Geothermie-Anlage« werde mit modernster Technik nicht nur geheizt, sondern im Sommer auch gekühlt. Burghardt: »Die Bewirtschaftungskosten betragen so lediglich einen Bruchteil im Vergleich zu konventionell bewirtschafteten Immobilien.« Den Zweiflern, die es im Vorfeld durchaus gegeben hatte, sagte der KSK-Vorstandsvorsitzende: »Wir sind bei unseren Bohrungen auf keine Tonschicht gestoßen. Sorgen um eine Verunreinigung des Trinkwassers haben sich also als unbegründet erwiesen.«


Neben Euro-Scheinen und Cent-Stücken – »Dinge, die nur kurzfristigen Bestand haben«, wie Burghardt schmunzelnd sagte – legten der KSK-Vorstand, Landrat Gerd Krämer und Geesthachts Bürgermeister Dr. Volker Manow auch einen aktuellen Geesthachter Anzeiger aus dem Kurt Viebranz Verlag mit in die Kapsel, die in den Grundstein eingelassen wurde.


Eröffnet werden soll das neue Geschäftshaus im Frühjahr 2012. Während der Bauzeit steht den Kunden als Ausweichquartier ein respektabler Containerbau in unmittelbarer Nähe der Baustelle zur Verfügung.



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