02-04-04
Manfred Ohldag zum neuen Ersten Vorsitzenden gewählt
(jk) – Der wichtigste Tagesordnungspunkt auf der Mitgliederversammlung von Mölln Marketing war sicherlich die Neuwahl eines Ersten Vorsitzenden. Der bisherige Amtsinhaber, Joachim Timman, habe sein Amt aus beruflichen Gründen vorzeitig niederlegen müssen, so Timmann, werde Mölln aber als Bürger nicht den Rücken kehren.
In seinem Bericht zum vergangenen Jahr hob Timmann besonders die gelungene Möllner Wirtschaftsschau hervor, mit deren Ergebnis alle sehr zufrieden gewesen seien. Des Weiteren erwähnte er die vier verkaufsoffenen Sonntage und die Hauptstraßeneröffnung im Oktober. Hier habe man eine pünktliche und tolle Fertigstellung hingelegt. Das Projekt eines Mittwochswochenmarktes sei allerdings gescheitert und auch der Sonnabendwochenmarkt besitze noch Potential zur Verbesserung, doch daran werde gearbeitet. Nicht zuletzt deshalb brauche Mölln Marketing einen starken Vorsitzenden für die Zukunft, in der im Sinne des Tourismus auch mit der Kurverwaltung enger zusammengearbeitet werden solle.
Im anschließenden Kassenbericht gab Schatzmeister Frank Feddersen den aktuellen Stand von 95 Mitgliedern bekannt, die mit ihren Beiträgen den größten Anteil an den Einnahmen von 34.827,76 Euro gehabt hätten. Bei den Ausgaben läge die Weihnachtsbeleuchtung neben der Zeitungswerbung für die verkaufsoffenen Sonntage ganz vorne. Im laufenden Jahr lägen die erwarteten Einnahmen bei 33.500 Euro, und es gäbe auch schon feste, geplante Kosten in Höhe von etwa 15.000 Euro, worin bereits ein Zuschuss für die Personalkosten der Leiterin der Städtischen Kurverwaltung Mölln, Birgit Würdemann, enthalten sei.
Danach stellte sich Manfred Ohldag aus Mölln als einziger Kandidat für das Amt des Ersten Vorsitzenden von Mölln Marketing vor. Er sei seit 1973 mit einem Elektrofachgeschäft in Mölln selbständig und habe seit dreieinhalb Jahren die Mega Company an der Abfahrt Mölln Nord. Als eine der dringlichsten Aufgaben für Mölln Marketing bezeichnete er die Entwicklung eines Leitbildes sowie dessen Verankerung. Genauso müssten Daten aufgenommen werden, die für Mölln Bedeutung hätten, wie die Fläche der Geschäfte sowie die Zahl der Mitarbeiter und Azubis. Ohldag könne sich auch eine Verzahnung der verkaufsoffenen Sonntage mit Ratzeburg vorstellen, was die gesamte Region attraktiver machen würde. Er würde auch gerne die Figur Till Eulenspiegels noch öfter sehen, die Vorteile Möllns weiter nach außen tragen und noch konzentrierter werben. So habe Mölln gegenüber Schwarzenbek beispielsweise eine interessantere Einkaufslandschaft.
Darüber hinaus brauche Mölln eine »Service-Offensive«, so Ohldag weiter. Die Verkäufer müssten besser geschult werden, woraus sich Marktvorteile ergeben würden. Aber erst wenn ab 2007 wieder mehr Geld zur Verfügung stehe, werde es ein professionelles Stadtmarketing mit einem eigenen Manager geben. Und bis dahin werde er sehr viel Hilfe auf dem Weg bis zu einem »Tiptop Marketing« brauchen.