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26-03-10

Es ist angerichtet!

 


»Seepavillon« Güster: »Backbord und Steuerbord« – geräuchertes Forellenfilet und gebratenes Zanderfilet an buntem Kartoffelmus. Einer von zwölf vorgestellten Tellern typischer Lauenburgischer Gerichte. Foto: Verena Dylla

Mölln (vd) – Das Hotelrestaurant Quellenhof war Schauplatz der Parade von Köchen, die ihre diesjährigen Kreationen für den »Lauenburg’schen Teller« vorstellten. Seit nunmehr 16 Jahren beteiligen sich Gaststätten des Kreises an dieser Leistungsschau. Sie tischen ein jeweils neu erschaffenes Gericht auf, dessen Zutaten nahezu ausschließlich aus der Region stammen. Das bedeutet, dass beispielsweise Curryreis oder Lachs nicht auf den Lauenburg’schen Teller gehören. Selbstverständlich können diese Lebensmittel Bestandteil von anderen Gerichten der Gaststätten sein. Ziel der Kampagne, die vom Hotel- und Gaststättenverband Herzogtum Lauenburg, der Industrie und Handelskammer zu Lübeck und der Herzogtum Lauenburg Marketing- & Service-Gesellschaft getragen wird, ist die Gewinnung von Tagesgästen für die Region.

Die Veranstalter erhoffen sich eine Weiterverbreitung der kulinarischen Wertschätzung durch Mundpropaganda und bauen darauf, dass die Tagesgäste zum längeren Verweilen in der Region angeregt werden. Flugblätter, die sämtliche aktuelle Lauenburg’sche Teller mit den Gaststätten vorstellen, liegen auch in den Städten der angrenzenden Regionen aus. In diesem Jahr beteiligen sich vier Betriebe zum ersten Mal an der Aktion, der »Seepavillon« in Güster, das »Landhaus Wotersen«, die »Alte Meierei« in Schwarzenbek und der Gasthof »Zur Mühle« in Büchen. Günter Höfelmann, Koch in der »Mühle«, stammt ursprünglich aus dem Sauerland, hat 20 Jahre auf Sylt gewirkt, charakterisiert die Küche unseres Kreise so: »Sie ist bodenständig und gehoben.« Thomas Mix, Geschäftsführer und Eigentümer des Seepavillons, erwartet sich ein höheres Gästeaufkommen: »Ich hoffe, dass durch diese Aktion mehr Menschen den Seepavillon als Speiserestaurant entdecken. Schwerpunkt bei uns sind einheimische Fische, und wir haben eine eigene Räucherei.« Anke Asmus, Inhaberin und Köchin der Gaststätte Hans Heitmann in Wotersen, nimmt zum dritten Mal teil. Sie führt die Gaststätte bereits in der fünften Generation.

»Ich bin überrascht, wie viel Zuwanderung uns die Teller bescheren. Wir machen auch Wurst selbst. Als Besonderheit unseres Hauses verfügen wir über den einzigen runden Saal in Schleswig-Holstein.« Florian Pusback vertritt die Kutscherscheune und wartet mit einer Piccata von der Breitenfelder Landhähnchenbrust auf. Er betont den großen Einzugsbereich der Kutscherscheune in Groß-Zecher: »Wir haben viele Gäste aus dem südlichen Teil des Kreises.« Vier Betriebe, der Gasthof »Basedau« aus Lütau, »Klempaus Gasthof« in Krummesse, die »Lauenburger Mühle« und der Quellenhof aus Mölln sind seit der Lancierung des Lauenburg’schen Tellers vor 16 Jahren auch heute mit dabei. Bei den angebotenen Gerichten halten sich Fleisch und Fisch in etwa die Waage. Kombiniert werden diese Basisbestandteile mit zusätzlichen Leckereien wie Flusskrebsen, aufwendig zubereiteten heimischen Gemüsen und pfiffigen Soßen. Der Appetit des Betrachters springt schon beim Anblick der ausgestellten Teller in luftige Höhen. Dann guten Appetit!



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