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11-12-09

Bürgermeisterkandidat Dr. Volker Manow

 


Die Anspannung ist ihm deutlich ins Gesicht geschrieben: harte Zeiten für Dr. Volker Manow.Foto: Dagmar Koschek

Geesthacht (dk) – Der Öffentlichkeit stellten sich die beiden Bürgermeisterkandidaten, Dr. Volker Manow und Konstantin Winkler, vergangenen Dienstag im Schillertheater vor. Gelegenheit für die Geesthachter Einwohner, den beiden »Kontrahenten«, die unterschiedlich sind wie Tag und Nacht, kritische Fragen zu stellen.


Jürgen Vollbrandt, ehemaliger Ratsherr, der sich bereit erklärt hatte durch den Abend zu führen, legte vor Beginn klare Regeln vor und achtete darauf, dass Fairness und exakte Reihenfolge eingehalten wurden. Doch bereits bei der Vorstellung der jeweiligen Bürgermeister-Bewerber stand fest, hier sind zwei grundverschiedene Kandidaten angetreten, einer mit solidem und fast schon perfekt zu nennenden Allroundwissen, während der andere – wie könnte er auch – als Busfahrer kaum mit dem täglichen Geschehen im Rathaus, mit den politischen Fragen und Brennpunkten Geesthachts vertraut ist.
Einer der beiden Kandidaten ist Dr. Volker Manow. Seit zehn Jahren in Geesthacht ansässig, ebenso lang als Erster Stadtrat tätig, ist sein Background ideal für dieses schwierige Amt. Seit 1987 Jurist, promovierte er 1992 zum Doktor für Rechtswissenschaften (Dr. Jur.). Sein gesamtes berufliches Leben widmete und widmet auch zukünftig Dr. Volker Manow - nach eigener Aussage - dem Wohl der Öffentlichkeit, als Volljurist sei er für das Amt des Bürgermeisters geradezu prädestiniert.

1999 bewarb sich Dr. Volker Manow auf den Posten des Ersten Stadtrats in Geesthacht. Dort erkannte man sein Potential, er wurde prompt einstimmig gewählt und verlegte somit seinen Wohnsitz von Lüneburg, wo er bereits als Oberregierungsrat in der Bezirksregierung tätig war, nach Geesthacht. Sein Sitz ist seit zehn Jahren im Rathaus, er ist unmittelbar an der Entwicklung Geesthachts beteiligt und verfügt über fundiertes Wissen, auch was Zahlen und Fakten angeht. Dies war abends im Schillertheater deutlich zu merken, auf die Fragen der Bürger, die zahlreich erschienen waren, hatte er kenntnisreich Antworten, auch wenn es hauptsächlich um die Themen Krümmel, Verkehrssituation in Geesthacht und die Bergedorfer Straße ging. Auch auf die Frage, ob eine Bahnverbindung von und nach Geesthacht möglich wäre, nannte Dr. Volker Manow Zahlen, die solch ein Vorhaben von Vornherein als utopisch und nicht finanzierbar ausschließen würden. Freizügig gab er in Sachen Krümmel zu, dass – nachdem sämtliche Sicherheitsfragen geklärt wären – eine Wiederinbetriebnahme schon aufgrund der wieder zu erwartenden hohen Gewerbesteuer nicht ausgeschlossen werden könne. Dies müsse in einer Zeit, wo die Schatzkisten Geesthachts quasi leer sind, berücksichtig werden.
Bei der Frage nach der Finanzierung der Wahlplakate legte er daher auch Wert darauf, zu betonen, dass sämtliche Plakate in Geesthacht, die mit seinem Konterfei versehen sind, aus eigener Tasche finanziert wurden und somit Steuergelder unangetastet blieben.

 
Letzten Endes präsentierte sich Dr. Volker Manow souverän als Bürgermeisterkandidat, entgegen seiner sonst eher jovialen Art war er an diesem Abend ernst und auch angespannt, jedoch durch und durch professionell. Jeder Anwesende im Theater spürte somit den Ernst der Situation, unqualifizierte Zwischenrufe gab es nicht, Kandidaten wie Besucher waren hoch konzentriert und folgten gespannt den Fragen und Antworten. Dabei war ebenfalls offensichtlich, die Bürger der Stadt Geesthacht verfolgen genau das Geschehen, bedauerlich dabei nur, dass solch eine qualifizierte Fragestunde scheinbar nur alle sechs Jahre genutzt wird. Dabei hätte jeder Bürger bei den Ratsversammlungen wesentlich öfter dazu Gelegenheit.



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