07-08-09
Unser DRK: Einmal Wacken, immer Wacken!
Geesthacht/Wacken (gak) – Da strahlen die Augen von Stephan Streubel und André Krause vor Begeisterung, als sie von dem größten Heavy-Metal-Festival der Welt in Wacken berichten. »Einfach nur groß, alles war total beeindruckend«, berichtet André Krause. Stephan Streubel, 1. Vorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Ortsverbandes Geesthacht ergänzt: »Besonders beeindruckt hat mich die Freundlichkeit vor Ort und das harmonische Zusammenspiel aller Hilfsorganisationen.«
Gemeinsam mit Mandy Strecker und Maren Krause sowie Tim Schröder und Michael Ewe, beide vom Ortsverband Schwarzenbek, fuhren sie zu dem weltgrößten Festival und sind noch immer voller Euphorie. Auf einer Fläche von 27 Fußballfeldern erlebt das kleine Dörfchen Wacken mit seinen 1.800 Seelen eine friedliche Invasion von Heavy-Metal-Fans aus der ganzen Welt. Mehr als 80.000 Musikfans hören sich die Musik »lauter als die Hölle« an, feiern und trinken. Stephan Streubel: »Wir haben mit Menschen aus Afrika, Asien, England, Mexiko und wer weiß wie vielen Ländern der Welt zu tun gehabt.« Ein Drittel der Fans reisen aus der der ganzen Welt an. Keine Schlägereien, keine Diebstähle, so harmonisch und friedfertig kann ein Open Air sein. Wacken beweist es jedes Jahr aufs Neue, nun bereits zum zwanzigsten Mal.
André Krause erzählt weiter: »Die Leute werden auf den Händen nach vorn vor die Bühne getragen und dort runtergelassen. Kleine Gassen bilden sich und sie gehen wieder nach hinten. So geht es die ganze Zeit.« Bei diesen Aktionen kann es natürlich vorkommen, dass mal ein Fuß umknickt, jemand zu sehr an den Zaun gedrückt wird und unter Atemnot leidet. »Die Security hat uns die Leute dann zugeführt und wir haben sie versorgt, wir standen ja direkt an der Bühne«, so Stephan Streubel. Die Einsatzkräfte des DRK hatten glücklicherweise keine großen Verletzungen zu behandeln und auch die drei Intensivbetten im OP-Zelt blieben unberührt. Streubel: »Getrunken wurde viel und so hatten wir den einen oder anderen schweralkoholisierten Fan zu betreuen.«
Es wurde in drei Schichten gearbeitet, die Helfer des DRK hatten zwei Schichten zu bewältigen. Dennoch blieb ihnen die Zeit, auch selber Teil dieses Riesenspektakels zu sein. »Wir waren so 300 Helfer«, erläutert André Krause »80 Prozent waren vom DRK, die anderen von DLRG, ASB, Johanniter und der Feuerwehr.« Insgesamt wurden etwa 4.500 Menschen versorgt. Die Devise vor Ort lautete: »Egal welche Ausbildung, wir sind alle Helfer.« Und so griff auch mal ein Arzt in den Matsch und half einem Betrunkenen wieder auf die Beine. Natürlich ist das alles in Wacken nur möglich, weil auch die Dorfbewohner ihren Spaß und ihren Verdienst an diesem Festival haben. Lachend erzählt Stephan Streubel: »Da hat ein Bestattungsunternehmen Schnaps verkauft und die Apotheke rund um die Uhr Kopfschmerzmittel«. André Krause schmunzelt, während er sagt: »Die Blaskapelle der Freiwilligen Feuerwehr Wacken eröffnet das Festival, das ist Tradition.« Ebenso wie die vielen verkleideten Gäste und die über die Jahre gleichbleibend friedliche Stimmung. Hier haben alle ihren Spaß und so verwundert es wenig, dass nur eine halbe Hundertschaft der Polizei anwesend ist.
Einmal Wacken, immer Wacken heißt es und das gilt auch für die Helfer des DRK Ortsvereins Geesthacht: »Wir sind nächstes Jahr hundertprozentig wieder dabei!«, lächelt Stephan Streubel. Und André Krause hofft: »Nächstes Jahr wäre ich gern bei der Quad-Staffel, die werden auf den riesigen Campingplätzen eingesetzt. Da würde ich auch mein eigenes Quad einsetzen.«
Wer bei so viel Begeisterung Lust auf die Arbeit beim DRK Ortsverein Geesthacht bekommt, kann sich gern bei Stephan Streubel unter Tel. 04152 / 7 31 92 melden.