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07-03-09

Einen Märchenwald schaffen

 


Den vielen unbekannten Talenten den Weg weisen: Das will Frank Düwel (r.), so wie mit diesen jungen Breakdancern in Lauenburg.Foto: Olaf Kührmann

Von Olaf Kührmann

 

Lauenburg  - "We want you". Frank Düwel bemüht sogar das Englische, um deutlich zu machen, das wirklich alle Interessierten angesprochen sind, sich am "Kultursommer am Kanal" zu beteiligen. Düwel, neuer künstlerischer Leiter des Kultursommers, will den Erfolg: "Ich trete in ganz große Fußstapfen". Die hat Hans-Jürgen Rumpf hinterlassen. Drei Jahre lang organisierte er von Lauenburg aus die inzwischen mehr als 200 Einzelveranstaltungen des Kultursommers. Dann der Rücktritt aus persönlichen Gründen: Seinen Nachfolger suchte Rumpf allerdings noch selber aus.
Düwel lebt in Hamburg und für die Kultur: Als gelernter Regisseur war er an Theatern in Lübeck und Heilbronn tätig, lehrte an einer Hochschule in Hamburg, leitete das Kirchenmusikfestival in Paderborn und hat zu alledem noch ein Ehrenamt bei der Unesco: ein internationales Theaterinstitut.
Einen »Märchenwald für Menschen schaffen«, dessen Rückgrat die Kulturschaffenden der Region sein sollen: So stellt sich der 45-Jährige seine Aufgabe als künstlerischer Leiter des Kultursommers vor. »Wir wollen überrascht werden, nichts ausgrenzen, gerne mehr junge Menschen für unsere Veranstaltungen gewinnen«, sagt Düwel. Sologeige und Breakdance, der leise und der laute Mensch: Für ihn sei das eine Welt, sagt Düwel.
Vom 19. Juli bis zum 9. August will der »Kultursommer am Kanal« wieder zeigen, was oft im Verborgenen lebt: das breite Spektrum der Kunst. Denn der »hintere Teil« des Stadthauptmannshofes in Mölln – und das ist neu – soll in diesem Jahr den jungen Menschen im Alter von 14 bis 24 vorbehalten werden. Unter dem Motto »Du machst Kunst..., die wir zeigen«, so die druckfrischen Plakate und Handzettel des Kultursommers, können die jungen Leute »Kampfkunst, Skulpturen, Tanz, Töne, Mode, Video, Komposition, Collage, Skateboard, Tagebuch, Bilder, Sound, Gedichte, Geschichten, Zeichnen, Theater, Fotos, Musik, Graffiti, MC, DJ, Lyrics, Breakdance, Internet, Computerarts, Comic« präsentieren. Düwel, selbst Anhänger der japanischen Kampfsportart Aiki-Do: »Der erste Aspekt ist, das wir jeden herausfordern wollen«.



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