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19-04-10

Kamelgeburt am Ostersonntag

 


Das Kameljunge ist ein neun Tage alter verspielter Hengst.Foto: Gabriele Kasdorff

Krüzen (gak) – »Bei Gefahr springt es schnell zurück in den Beutel der Mutter«, erläuterte Holger Drewke das Verhalten der jungen Bennetkängurus. Das Klicken der Kamera erschreckte es, aber ebenso schnell, wie es im Beutel war, schaute es auch wieder keck und neugierig heraus. Hier begann der Rundgang durch den 1992 gegründeten Tierpark, der zwischen Lauenburg und Schwarzenbek liegt.
Der Leiter des Zoos zeigte auf ein großes Freigehege: »Eine besondere Osterüberraschung war für uns die Geburt des Kamelhengstes.« Am Ostersonntag geboren, hielt es sich staksig an der Seite der Mama und kuschelte mit ihr. Indes fraß der Vater genüsslich Stroh und ließ die Besucher nicht aus den Augen. Der Tierpark Hagenbeck hatte die Eltern, beide zwanzig Jahre alt, an den Tierpark Krüzen verkauft. »Wir waren nicht sicher, ob die Kuh trächtig war«, lächelte Drewke. Daher war die Freude umso größer, als das Junge Ostern geboren wurde.
Grünflügelaras, Nandus, Waschbären und Zebras, etwa 70 verschiedene Tierarten aus allen Kontinenten dürfen hier bewundert werden. Lena Zeyn (9), die Enkelin des Tierparkbetreibers: »Schweine, Kaninchen und Ziegen dürfen wir streicheln, die kommen angelaufen, wenn man sie ruft.«
Natur begreifbar zu machen, in des Wortes wahrster Bedeutung, ist Holger Drewke ein Anliegen. »Die Totenkopfäffchen dürfen natürlich nicht gestreichelt werden, die sind bissig«, er zeigte auf die kleinen neugierigen Äffchen, deren Artgenosse bereits Pippi Langstrumpf auf ihren Abenteuern begleitet hatte. Aus der Ferne war das tiefe Rufen des Nandumännchens zu hören. »Der Naturlehrpfad mit den Fühlkästen ist stets eine Attraktion für die Kinder. Sie greifen in dunkle Kästen und müssen erraten, was sie gerade begreifen«, erzählte Holger Drewke. Öffnen sie den Deckel, erfahren sie, was ihre Finger ertastet hatten.
Im Jahr 2009 haben etwa 40.000 Besucher das 60.000 Quadratmeter große Gelände mit Spielplatz, Ponyreiten und der Zoobahn besucht. Einige Gehege werden erweitert oder neu gebaut. Der Zooleiter erklärte: »Wir planen ein Tropenhaus und die Anschaffung von Polarfüchsen, Schlangen sowie Greifvögeln.«
Der Zoo ist von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Dieser Tage sammeln sich vor dem Gehege des Kamelbabys bereits in den Morgenstunden staunende Besucher. Strahlende Kinderaugen sind der schönste Lohn für den Tierparkbetreiber und seine Familie.



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