27-02-09
Regionale Gerichte auf neuen Tellern
Zum 15. Mal präsentieren 15 Betriebe bis zum Oktober ihre »Lauenburg'schen Teller«. Für 12 Euro sieben rustikale Teller sowie für 15 Euro Gourmet-Teller. Dabei können Einheimische und Gäste in der kommenden Saison sogar aus 16 Gerichten auswählen. Denn, auch schon traditionell, der »Quellenhof« in Mölln als gastgebender Betrieb der Präsentation, zu der am Dienstagabend etwa 320 geladene Testesser kamen, bietet seinen Gästen zwei »Lauenburg'sche Teller« an.
Und der Kritik der Testesser stellten sich in diesem Jahr drei Betriebe mehr als im vergangenen Jahr. Ob »Dat sure Knusperfarken«, das »Kanal-Leben Kunterbunt« oder der »Wels auf der Nudelwiese«: Erstmalig werden die Gerichte auf neuen Tellern serviert, die der »Vater« des »Lauenburg'schen Tellers«, Horst Grotkopp, als seine letzte Amtshandlung im vergangenen Jahr angeschafft hat. Denn, auch das ist neu, in diesem Jahr begrüßte Günther Heiligenstühler, der im vergangenen Oktober zum Kreisvorsitzenden des Hotel- und Gaststättenverbandes Herzogtum Lauenburg (DEHOGA) und damit zum Nachfolger Grotkopps gewählt wurde, die Gäste im »Quellenhof«.
»Für 80 Prozent der Gäste, die zu uns in den Kreis kommen, ist die Gastronomie ein wichtiges Thema«, sagt Günter Schmidt, Geschäftsführer der Herzogtum Lauenburg Marketing & Service GmbH (HLMS). Und auch Lars Schöning von der Industrie- und Handelskammer Lübeck - neben DEHOGA und HLMS - der dritten an der Aktion beteiligten Institution, sieht die mit der Gastronomie unmittelbar verbundenen touristische Komponente als Chance für das Lauenburgische: »Der Lauenburg'sche Teller als Anregung zu Tagesreisen«.
Heiligenstühler sieht seine vordringliche Aufgabe darin, mehr Mitglieder für den Kreisverband zu gewinnen, um künftig noch schlagkräftiger handeln zu können: »Auch wenn Gastronomen Einzelkämpfer sind, die 200 Euro, die die Teilnahme an einer Präsentation wie dieser kostet, sind gut ausgegebenes Geld«. Denn der Werbeauftritt in den Medien, der Flyer und der Internetauftritt der HLMS würden das Geld schnell kompensieren. Weil jeder Betrieb, so HLMS-Geschäftsführer Schmidt, pro Saison 500 bis 650 »Lauenburg'sche Teller« verkaufen würde.