23-10-09
Ein Mini-Schulmuseum für Aumühle
Vor den Sommerferien haben Lehrer und Schüler angefangen, das Inventar der Fürstin-Ann-Mari-von-Bismarck-Schule in Kisten und Kartons zu packen, damit die Sanierung durchgeführt werden kann. Nicht alles, was sich in fünf Jahrzehnten in der Schule und auf dem Dachboden angesammelt hat, wird noch gebraucht. Aber viele der Dinge, die Aumühler Schulkinder in früheren Zeiten begleitet haben, sind viel zu schade, um in einen Container entsorgt zu werden. Einige dieser Schätze hat Aumühles Hobbyarchivar Gerd Möller gerettet. Sie sind jetzt in einer kleinen Ausstellung im Bismarckturm zu sehen. Darunter ist auch ein wunderschöner historischer Globus. »Der Globus muss ungefähr 80 Jahre alt sein«, hat Aumühles Archivar Friedrich Nehlsen gemeinsam mit Möller anhand der Länder- und Städtenamen auf dem Globus recherchiert. An den Turmwänden hängen alte Stundenpläne, Bildtafeln aus dem Biologieunterricht, Schaukästen mit Schmetterlingen und Fischen und alte Klassenfotos, die noch mit Namen versehen werden sollen. »Besucher dürfen gerne die Namen studieren und auch ergänzen«, sagt Gerd Möller. Besonders gefreut haben sich Musiklehrerin Hannelore Zeh und ihr Mann Jürgen, dass auch die prächtige historische Weihnachtspyramide aus der Schule ihren Platz unter der Turmspitze gefunden hat. Gerd Möller hat sie nicht nur liebevoll restauriert, sondern sogar extra ein Untergestell gebaut, damit das Schmuckstück besser zur Geltung kommt. Wer sich das neue Mini-Schulmuseum ansehen oder weitere Ausstellungsstücke für die kleine Sammlung beisteuern möchte, erreicht Möller unter der Telefonnummer: 04104–22 82.