15-02-08
Ämterzusammenlegung ist kostenintensiv
Gegen den Beschluss der Landesregierung, im Rahmen der Verwaltungsstrukturreform kleine Ämter aufzulösen und einzuamten, konnten sich die Gemeinden Aumühle und Wohltorf im vergangenen Jahr nicht wehren. Seit dem 1. Januar gibt es das neue große Amt Hohe Elbgeest, das jetzt zehn Gemeinden umfasst. Als Bonus für die schnelle Entscheidung, welchem anderen Amt sich die beiden Sachsenwaldgemeinden zuordnen wollen, gab es einen Landeszuschuss aus Kiel für die Ämterzusammenführung, die sogenannte »Hochzeitsprämie«, in Höhe von 250.000
Euro.
»Das Geld ist Mitte Januar bei uns eingegangen«, freut sich die Leitende Verwaltungsbeamtin im Amt Hohe Elbgeest, Brigitte Mirow. Die Summe war dem Amt fest zugesagt, der Auszahlungszeitpunkt hing allerdings davon ab, ob im Haushalt 2008 genug Geld vorhanden ist. Im gegenteiligen Fall wäre die Prämie in Teilsummen oder später ausgezahlt worden.
Wer jetzt glaubt, dass das Amt Hohe Elbgeest oder die Gemeinden von dieser Prämie profitieren, irrt. »Das Geld ist bereits restlos ausgegeben«, so Mirow. Ein großer Betrag wurde fällig für den Ausbau des Dachgeschosses im Verwaltungsgebäude in Dassendorf. Hier sind vier neue Büros entstanden. Einen erheblichen Betrag musste Mirow für die Erweiterung der EDV ausgeben. Das Aumühler Rathaus musste komplett neu ausgestattet und mit der Verwaltung in Dassendorf vernetzt werden. Dabei war die Hardware gar nicht der größte Brocken, sondern die Kosten für die Lizenzerweiterung der Software, ohne die in der Verwaltung nicht gearbeitet werden kann. Gespart werden konnte dagegen bei der Möblierung. »Wir mussten keine neuen Möbel anschaffen«, so Mirow. Alle Büros wurden mit Mobiliar aus den Beständen ausgestattet.