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04-04-07
Zu Besuch bei Balthasar, Cäsar und Cleopatra
Pünktlich zum Frühlingsanfang lud Fürstin Elisabeth von Bismarck wieder nach Friedrichsruh, um mit vielen Gästen die 22. Saison im Schmetterlingsgarten zu eröffnen. Die Besucher können sich auf einen noch schöneren Garten freuen: Neben den vielen Schmetterlingen gibt es inzwischen weitere Tiere: Die Kamerunschafe haben Nachwuchs bekommen: die Lämmer Cäsar und Cleopatra begrüßen die Gäste auf der Wiese am Parkplatz. Ins Tropenhaus ist der Goldstaubtaggecko Balthasar eingezogen und im Koi-Becken tummelt sich ebenfalls jede Menge Nachwuchs. Für den Sommer plant die Fürstin eine weitere Überraschung – mehr wollte sie noch nicht verraten. Geschäftsführerin Hildegard Roelcke und ihr Team haben in den Wochen vor der Eröffnung ganze Arbeit geleistet – der Garten und das Tropenhaus werden von Jahr zu Jahr schöner. »Hildegard Roelcke ist meine Dirigentin in diesem kleinen Paradies«, dankte die Fürstin ihrer langjährigen Mitarbeiterin. Gemeinsam hoffen sie auf eine gute Saison. Das vergangene Jahr war – wetterbedingt – nicht so erfolgreich: Nach der langen Kälte im Winter folgten der sehr heiße Sommer und die Fußball-Weltmeisterschaft, weshalb die Zahl der Besucher hinter den Erwartungen blieb. Zu den Gästen der Eröffnung gehörte auch Karlheinz Adler, Initiator und Vereinsvorsitzender des Vereins »Kinder auf Schmetterlingsflügeln«, dessen Schirmherrin Fürstin Elisabeth von Bismarck ist. Der Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, umfassend zu helfen, wenn Kinder mit Sterben und dem Tod konfrontiert sind, weil zum Beispiel ein Familienmitglied unheilbar krank ist. Der Verein plant die Einrichtung eines Familienhospizes in Bosau am Plöner See. Seit der Vereinsgründung vor einem Jahr sind schon 500.000 Euro an Spendengeldern zusammengekommen und auch ein passendes, 123.000 Quadratmeter großes, Grundstück am Plöner See konnte erworben werden. Karlheinz Adler, der bei der Reinbeker Firma Hermal beschäftigt ist, nahm von Norbert Sattler, dem Kommunikationsbeauftragten bei Hermal, eine Spende in Höhe von 5.000 Euro entgegen. Allein 2.000 Euro wurden von den Hermal-Mitarbeitern gesammelt, um das Hospiz »Schmetterlingshof« zu realisieren, das Unternehmen hat auf 5.000 Euro aufgerundet und außerdem noch fünf Notebooks für den Verein gestiftet. Ebenfalls anwesend war die Autorin Heidrun Schlieker, die ihr plattdeutsches Bilderbuch »Brummer Hinnerk un Spinn Hillgund« vorstellte. Die pensionierte Lehrerin möchte mit ihrem bezaubernden Bilderbuch, das sie selbst illustriert hat, den Kindern die plattdeutsche Sprache näherbringen und wird deshalb im Sommer den Schmetterlingsgarten besuchen und aus dem Buch lesen. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Besucher, die vom Schmetterlingsgarten und der Umgebung begeistert sind, werden in Zukunft ein Stück Friedrichsruh mit nach Hause nehmen können. Der Wentorfer Künstler Dieter Sauer hat Federzeichnungen mit »Friedrichsruher Motiven« angefertigt, die als Postkarten verkauft werden. Außerdem wird im kommenden Jahr ein Kalender erscheinen. Die Besucher des Schmetterlingsgartens können sich auf eine exotische Oase mitten im Sachsenwald freuen. Im Tropenhaus flattern die bunten Schmetterlinge, in den Schaukästen hängen die Puppen und leben die Raupen. Und auch zwischen den vielen Pflanzen gibt es immer wieder etwas zu entdecken: Zwergwachteln flitzen durch die Beete und im Wasser tummeln sich die Wasserschildkröten. Wer sich nach der Hitze im Tropenhaus etwas ausruhen möchte, kann das im Bambushaus oder im singenden Wassergarten tun. Rund um das Tropenhaus lädt der Garten, der von Jahr zu Jahr schöner wird, zu einem Spaziergang ein. Am Libellenteich lassen sich die Insekten beobachten und zwischen den Kräuterbeeten duftete es im Sommer nach Rosen und Lavendel. Für die Kinder gibt es einen Spielplatz und im Café Vanessa können die Gäste Eis und Kuchen genießen. Der Garten der Schmetterlinge ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Infos unter www.garten-der-schmetterlinge.de. |
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