05-12-06
Wie »Derzendorf« entstanden ist
(hk) – Dassendorfs Bürgermeister Dr. Helmut Rüberg konnte im Amt Hohe Elb‧geest viele interessierte Bürger des Dorfes zu dem Vortrag von Dr. William Boehart über die geschichtliche Entwicklung Dassendorfs begrüßen.
Mit seiner Power-Point-Präsentation führte Dr. William Boehart die Zuhörer in gewohnt lockerer Weise durch die acht Jahrhunderte alte Geschichte des Dorfes. 1334 als Derzendorf erstmalig in einer Urkunde erwähnt, wurden mit dem Einzug der Wenden bei der Besiedelung zwei Bevölkerungsgruppen zusammengeführt. Die Obrigkeit bestand zu der Zeit aus Priestern des Christentums und den herrschenden Herzögen. Eine Wasserquelle beim Bauernvogt ermöglichte die Besiedelung mit einem Dorfanger, der auch Schutz bot.
Mit einem gewaltigen Sprung in das 20. Jahrhundert, mit dem Bau der Chaussee Hamburg-Berlin (heute Bundesstraße 207), einem Bevölkerungszuwachs von 220 auf heute 3.100 und den Anfängen der Waldsiedlung dokumentierte Dr. Boehart mit Karten, Skizzen und ersten Fotos den Aufschwung in Dassendorf.
Mit den ersten »wilden Siedlern«, dem ersten Spatenstich 1913 für »Edenhall«, der ersten Gaststätte an der Chaussee, und dem Bau der »Schaffersiedlung« wuchs das Dorf beachtlich.
Öffentliche Einrichtungen und eine Gemischtwarenhandlung folgten. Die Besiedelung durch Hamburger Hafenarbeiter auf dem Gebiet »Honolulu« und der Zuzug von ausgebombten Hamburgern und Flüchtlingen führten nach dem 2. Weltkrieg dazu, dass nun auch endlich Straßen gebaut, Strom- und Wasseranschlüsse gelegt wurden.
Mit der Erschließung des Gewerbegebietes 1970 und dem Bau des neuen Ortszentrums (scherzhaft City genannt), fanden die Planungen und der Zuwachs ihren vorläufigen Abschluss.