13-05-09
Grüne Ideen im Mai mit dem Meister im Wald
Ein Hausmeister kümmert sich ums Haus, ist dann der Waldmeister verantwortlich für den Wald? Oder sorgt der kleine grüne Geselle nicht vielmehr für ungewohnte, sehr überzeugende Geschmackserlebnisse?
Die kleine, unscheinbare Pflanze beginnt im Mai, sich in den Wäldern bemerkbar zu machen, indem sie so herrlich duftet, dass sich der Waldbesucher mit vorgestreckter Nase auf sie Suche nach der Quelle dieser Wohlgerüche macht. Es riecht frisch, leicht herb, eben nach »Waldmeister«.
Ohne den Meister im Wald gäbe es die köstliche Bowle nicht, mit der am 1. Mai gefeiert wird. Aber der Waldmeister kann noch viel mehr. Aus den kleinen grünen Blättern lässt sich leckerer Sirup herstellen. Und daraus wieder – mit Hilfe einer Eismaschine oder des Tiefkühlfaches – wunderbares Eis oder Sorbet, das zusammen mit den ersten Erdbeeren fantastisch schmeckt. Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, hat mehrere Dinge zu erledigen: Einen Waldspaziergang planen, immer der Nase nach auf der Suche nach dem herrlichen Kraut, oder aber mit einem Tipp ausgestattet, wo es zu finden ist. Zum Pflücken eignet sich am besten eine scharfe Schere, außerdem ist ein kleiner Korb praktisch, um das Kraut heil nach Hause zu transportieren. Bei der Herstellung von Bowle oder auch Sirup sollte man darauf achten, dass die Milch aus den Stängeln nicht mit der Flüssigkeit in Verbindung kommt. Dafür einfach den Waldmeister bündeln und kopfüber zum Beispiel an einem Löffel über das Gefäß hängen.