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12-02-09
Spielscheune der Geschichten
Der Nachwuchs aus Hamburgs kinderreichstem Stadtteil Neu Allermöhe (ein Viertel der Einwohner ist jünger als 18) nutzt seit gut drei Monaten ein ganz besonderes Angebot: Die SpielScheune der Geschichten am Marie-Henning-Weg 1 ist täglich geöffnet für alle Kinder bis zwölf Jahre, die auf der hölzernen Kletterarche, der Hüpfburg und dem Kletterberg in der Halle spielen und toben oder im Saal der Geschichten Märchen aus vielen Ländern hören möchten. Ulla Moser, die den Trägerverein der SpielScheune, den Verein für Kinder- und Jugendförderung in Neu-Allermöhe, vor dreizehn Jahren mitgegründet hat. Sie erstellt Konzepte für die SpielScheune, bereitet Veranstaltungen und Feste verschiedener Kulturen wie das islamische Fastenbrechen, das jüdische Jom Kippur oder Neujahrsfeste vor und ist als Märchenerzählerin aktiv. Ziel ist, das Verständnis von Kindern und jugendlichen unterschiedlicher Religionen füreinander zu fördern. Für Pastor Andreas Kalkowski und die anderen Ideengeber hat sich mit der Scheune ein fünf Jahre alter Traum verwirklicht: »Wir wollten einen großen Spielplatz für Kinder«, sagt er. 600.000 Euro haben die Bauträger für die Realisierung gegeben, 400.000 Euro kamen als Spenden dazu, unter anderem vom Rotary-Club und der Aktion Mensch. Unterstützt wird Ulla Moser außerdem im Rahmen des »Jugendclubs« von zwölf- bis 15-jährigen Jugendlichen. Ihr Lohn: Die Freude am Helfen und einmal monatlich der kostenlose Besuch der Jugendclub- Party in der SpielScheune, die inzwischen auch einen Filmclub anbietet. Ihre Motivation: Jamielee, 14, macht gerade ein Praktikum, Nadine, 13, »Es ist wichtig zu helfen«, Marcel, 14, »Es macht mir Spaß«, Lisa, 13, die ihr Gemeindepraktikum macht, im You-Go-Team aktiv ist, Svea, 13, vom Kinderburg-Team, sowie Svetlana, 16, Julia, 15, und Florian, 17, die auch gern mit Kindern spielen. Das Projekt wurde von Menschen aus dem Stadtteil um Pastor Andreas Kalkowski mit dem Trägerverein für Kinder- und Jugendförderung in Neu-Allermöhe initiiert und sucht bundesweit seinesgleichen - noch. Vielleicht finden sich ja bald engagierte Menschen, die in ihrem Ort etwas Ähnliches verwirklichen wollen? Die SpielScheune trägt sich durch die Eintrittsgelder. Für Stadtteilveranstaltungen oder Familienfeste kann der Erzähl- und Feiersaal auch gemietet werden. Die ganz Kleinen bis drei Jahre sind in der Krabbelgruppe gut aufgehoben, wo sie einmal wöchentlich mit ihren Eltern Singspiele und vieles mehr machen. Außerdem ist eine Näh- und Werkgruppe in Planung, denn es sind immer Kostüme zu nähen oder Gerätschaften zu reparieren. Die Öffnungszeiten der SpielScheune der Geschichten, Telefon 040 - 32 84 83 58, sind montags bis freitags von 9 bis 19 Uhr sowie am Wochenende, an Feiertagen und in den Ferien von 10 bis 19 Uhr. Weitere Infos finden Sie im Internet unter www.spielscheune-der-geschichten.de |
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