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04-04-07

Chari-Varié-té

 


Kleine Katzen und größere Dancegirls posieren in der Theatergarderobe. Foto: Dörte Hoffmann

Im vergangenen Jahr war Premiere, jetzt folgte das zweite Chari-Varié-té, ein Abend der Nächstenliebe, im Theatersaal des Augustinums in Aumühle. Und wieder verzichteten alle Künstler, die auf die Bühne traten, auf ihre Gage. Dazu gehörten immerhin so prominente Leute wie Julia Kock, am Akkordeon begleitet von Monika Schmidt-Carstens, die sich mit ihrem Edith-Piaf-Programm bundesweit einen Namen gemacht hat.
»Ich bin so glücklich, dass alle mitgeholfen haben, diesen schönen Abend zu gestalten«, gestand Irmtraud Edler. Wie im vergangenen Jahr hatte die engagierte Gleichstellungsbeauftragte von Aumühle und Wohltorf die Veranstaltung zum Internationalen Frauentag organisiert und moderiert. Dabei war es ihr ausgezeichnet gelungen, leichte Unterhaltung und ernste Informationen unter einen Hut zu bringen.
Denn im Mittelpunkt des Abends standen Herbert und Wolfgang, die sich als Alkoholiker outeten und offen und ehrlich darüber berichteten, wie ihnen geholfen wurde und sie heute mit der Krankheit Alkoholismus umgehen können. »Ohne die Anonymen Alkoholiker hätten wir es nie geschafft, dass wir heute trocken sind«, erzählten sie dem Publikum im vollbesetzten Theatersaal. Informationen über die Anonymen Alkoholiker (AA) gibt es auch bei der Kontaktstelle in Wentorf, Am Burgberg 2, Telefon 040–720 17 24 (montags bis freitags von. 19–21Uhr).
Viel Beifall gab es für die kleinen und größeren Tänzerinnen der Aumühler Tanzwerkstatt von Ute Goslinowski, Meena Singh und Sonne Leddin sowie für den Kinder- und Jugendzirkus Salvini aus Geesthacht. Einen indonesischen Begrüßungstanz zeigte Ina Dries, die seit vielen Jahren in Aumühle lebt. »So begrüßt man die Gäste auf Bali«, kündigte Irmgard Edler den Auftritt an. Last but not least der einfühlsame Gesang von Anette Herrmann, begleitet von der Gitarre, die Jessé Gomes spielt. Die Darbietungen gab es eintrittsfrei, aber Spenden wurden gerne angenommen. So konnte Irmtraud Edler gleich am nächsten Tag 873 Euro an die Schwarzenbeker Tafel überweisen.
Kleine Katzen und größere Dancegirls posieren in der Theatergarderobe.



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