15-02-08
So kann das Parkproblem an der Großen Straße gelöst werden
»Ich habe zwar Verständnis für die Bürger, doch meinen Wagen werde ich weiter hier parken. Es gibt keine Vorschrift, die dieses verbietet«, sagt der Fahrer des 40-Tonners, der seit Monaten die Anlieger in der Großen Straße verärgert. Für weitere Beschwerden sorgt eine in der Großen Straße ansässige Speditionsfirma, die häufig mehrere ihrer großen Lastkraftwagen im Einkaufszentrum parkt.
Die Anlieger der Großen Straße wollen nicht hinnehmen, dass ihre Straße als Betriebshof genutzt wird. Der Eigentümer des Kiestransporters hat, wie er dem Ordnungsamt bestätigte, seinen Betrieb in Pinneberg und die
Aumühler Spedition hat Stellplätze für die Lastkraftwagen in Dassendorf gemietet.
Seit Monaten beschweren sich die Anlieger der Großen Straße zum
Teil durch Einschaltung eines Rechtsanwaltes beim Bürgermeister. Auch in mehreren Sitzungen der Gemeindevertretung und des Umweltausschusses haben Bürger ihren Unmut deutlich vorgetragen. Doch bisher sah man im
Aumühler Rathaus keine praktikable Lösung.
Der Gedanke, rund vierzig Parkverbotsschilder aufzustellen, stieß bei der Gemeindevertretung auf wenig Gegenliebe. In der Großen Straße wollte man keinen Schilderwald aufforsten. Die Große Straße verläuft bekanntlich durch Aumühle und Wohltorf. Daher ist nur eine gemeinsame Lösung möglich.
»Wenn wir wieder Frieden in unserer Gemeinde haben wollen, müssen wir uns endlich eine Lösung des Problems einfallen lassen«, betonte SPD-Fraktionssprecher Dr. Klaus Baumann. Daher hat sich die SPD-Fraktion mit Verkehrsexperten und Juristen abgestimmt und den beiden Bürgermeistern Dieter Giese (Aumühle) und Rolf Birkner (Wohltorf) sowie Amtsvorsteher Walter Heisch (Amt Hohe Elbgeest) den Vorschlag gemacht, im Bereich der Großen Straße und den Nebenstraßen, aber auch in der Bergstraße (bis zur Bismarckallee) sowie in der Hofriedeallee eine Parkverbotszone einzurichten. Innerhalb der Parkverbotszone können Personenkraftwagen (bis 2,8 Tonnen) wie bisher parken. Auch der Lieferverkehr zu den Geschäften wird durch das Parkverbot nicht beeinträchtigt.
Bürgermeister Dieter Giese erklärte, dass der Vorschlag der SPD-Fraktion in den Fachausschüssen beraten werden soll. Bei einer positiven Stellungnahme wird der Amtsvorsteher bei der Verkehrsaufsicht den Antrag auf Errichtung einer Parkverbotszone stellen. Es könnte somit kurzfristig zu einem Parkverbot für Lastkraftwagen in der Großen Straße kommen. Wie Bürgermeister Rolf Birkner betonte, ist in Wohltorf noch keine Entscheidung getroffen worden. Der Bürgermeister wollte dem Votum des Wegebauausschusses nicht vorgreifen.
Der ADAC hat bestätigt, dass die Verkehrsregelung durch eine Parkverbotszone die beste Lösung des Problems sei. Polizei und Verkehrsaufsicht haben auch keine grundsätzlichen Bedenken.