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15-02-08

Von Teelöffeln, Bären und Marderhunden

 


Bildtafeln, präparierte Tiere, Geweihe und Decken (Felle) hat das Ehepaar Weitkunat für seine anschauliche Informationsstunde mitgebracht. Die Kinder finden’s spannend. Text und Foto: Christa Möller

»Der Fuchs frisst die großen Bären?« Das überrascht den kleinen Jungen. Doch der Irrtum ist schnell aufgeklärt. Annemaria und Günther Weitkunat vom Hegering Reinbek sind gern gesehene Gäste in der Wohltorfer Grundschule und freuen sich, dass die Kinder Interesse an der Natur haben. Heute erfahren die Lehrerinnen Sabine Kück mit ihrer Klasse 2a und Thurid Dora mit ihrer 1a interessantes über »Haarwild und Federwild«.

Zum Auftakt gibt’s Jagdhornmusik. »Die kann man zwei Kilometer weit hören«, erklärt Annemaria Weitkunat. Sie erzählt den Kindern, dass die Jäger eine eigene Sprache haben, die dreitausend Wörter umfasst wie beispielsweise »Löffel« für die Ohren des Hasen. »Unsere Kinder haben die kleineren Ohren der Kaninchen immer Teelöffel genannt«, erzählt sie schmunzelnd.

Der Fuchs ist als präpariertes Tier mitgekommen, sein einziger Feind ist der Mensch. Ihm schmeckt alles, er frisst Beeren, Mäuse, Enten, Ratten, »ein Allesfresser, heißt auch der Arzt des Waldes«, sagt Annemarie Weitkunat. Hasen mögen’s lieber vegetarisch. Gejagt werden sie von Hunden, Katzen, Mardern, Wieseln. »Ihr könnt euch vorstellen, wie er in der Natur leiden muss.« Ein sehr sauberes Tier sei der Dachs und ein Neuzugang der Marderhund. Mit Öffnung der DDR-Grenze fand er den Weg in den Westen und ist in Schleswig-Holstein im Möllner Raum am weitesten verbreitet. »Er vermehrt sich unwahrscheinlich«, weiß Günther Weitkunat. Das liege auch daran, dass die Eltern sich gemeinsam um den Nachwuchs kümmern.

Steinmarder, Mauswiesel, Rebhuhn, Reh, Hirsch und Wildschwein sind weitere Schwerpunkte. »Wildschweine haben ordentlich große Zähne, die sind ganz gefährlich und mit Vorsicht zu genießen«, warnt Weitkunat die kleinen Schüler. »Sie haben eine gute Nase und können ein Maiskorn 20 Zentimeter in der Erde riechen.«



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