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18-05-07

Suche nach vernünftiger Lösung

 


Bürgermeister Rolf Birkner zeigt auf dem neu erstellten Plan, um welches Areal es sich bei der neuen Bauleitplanung handelt. Foto: Stephanie Rutke

Der Tontaubenklub in Wohltorf gehört mit Sicherheit zu den schönsten Sportanlagen im Hamburger Umland. Das wissen besonders die Vereinsmitglieder zu schätzen. Jetzt soll das Gelände des Vereins städtebaulich neu geordnet werden. Im Rahmen der Planungen lud die Gemeinde zu einer Bürgeranhörung, um über die beabsichtigten Festsetzungen zu informieren. Rund 20 Zuhörer, unter ihnen einige unmittelbare Anwohner, waren gekommen, um mit Bürgermeister Rolf Birkner, Verwaltungsleiter Jürgen Brüll, dem Stadtplaner Christian Evers und dem Landschaftsplaner Rudolf Hennemann zu diskutieren.

Der TTK plant auf dem Gelände nördlich der bestehenden Tennishalle drei neue Tennisplätze zu errichten. Die Anwohner befürchten, dass es dann noch mehr Belästigung durch Lärm und auch durch Flutlicht gibt.

Der bisherige Flächennutzungsplan für das Gelände stammt aus den 60er Jahren und wurde Mitte der 90er Jahre aufgrund eines formalen Fehlers rechtsungültig. Im Februar diesen Jahres fasste die Gemeinde die Planaufstellungsbeschlüsse, um den Bereich der Vereinsanlage städtebaulich neu zu ordnen. In einem Parallelverfahren wurden sowohl der vorbereitende Bauleitplan als auch der Bebauungsplan aufgestellt.

Stadtplaner Christian Evers erläuterte den Zuhörern, dass die sportliche Nutzung der Anlage in einer ungewöhnlich strengen Regelung festgehalten wird: Nur die drei Sportarten Tennis, Hockey und Schwimmen sind für den TTK auf dem Gelände vorgesehen. Eine kommerzielle Nutzung der Anlage zum Beispiel durch ein Tenniscenter wäre ausgeschlossen. Um die angrenzende Wohnbebauung zu erhalten, sollen die Gebäude in den Straßen Am Tonteich und Gutenbergstraße planungsrechtlich gesichert werden. Hier sind nur Einfamilien- und Doppelhäuser erlaubt. »Die bestehende Struktur wird also konserviert«, so Evers.

Die Fläche, auf der die neuen Tennisplätze entstehen sollen, ist Wald, für den ein Ausgleich geschaffen werden muss. »Da auf dem Gelände bereits eine Sportanlage existiert, sind keine Auswirkungen auf Tiere und Pflanzen zu befürchten«, erklärte Landschaftsplaner Rudolf Hennemann. In der anschließenden Diskussion wurden die Befürchtungen der Anwohner deutlich: Mehr Tennisplätze bedeuten mehr Spielbetrieb, mehr Lärm und noch mehr Autos. Auch die tägliche Dauer des Spielbetriebes und die Frage nach Mittags- und Nachtruhe waren Themen, mit denen die Planer konfrontiert wurden. »Ein Problem ist, dass die Nutzungszeiten einer Sportanlage nicht über einen Bebauungsplan geregelt werden können«, so Evers.

Bernhard Gössler, Platzobmann beim TTK, erklärte, sich für mehr Lärmschutz der Anwohner einzusetzen. Besonders die lauten Ansagen bei Turnieren und die Beschallung mit Musik werden als sehr störend empfunden, weniger der Lärm durch den Sport selbst. Und auch die Tatsache, dass es – im Gegensatz zu früher – zu wenig Kommunikation zwischen TTK und Anwohnern gibt, wurde an den Verein herangetragen.

Alle Bedenken der Anwohner wurden aufgenommen und sollen in die weiteren Planungen einbezogen werden. »Wir wollen gemeinsam eine vernünftige Lösung finden«, erklärte Verwaltungsleiter Jürgen Brüll.



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