31-07-12
Abschied von Alexander Otto von Wachholtz
Müssen (bda) - Vergangenen Freitag verabschiedeten die Menschen in der Sankt Johannis-Kirche in Siebeneichen einen Mann, der sich über Jahrzehnte hinweg in den unterschiedlichsten Ehrenämtern für das Wohl von Menschen einsetzte. Entsprechend groß war die Anteilnahme, als Alexander Otto von Wachholtz mit 77 Jahren kürzlich verstarb.
Allein 25 Jahre seines Lebens leitete er die Geschicke Müssens als Bürgermeister und hinterließ so an zahlreichen Orten, in Form der auch heute noch erhaltenen Bahnstation oder etwa des Neubaugebiets »Am Sande« seine Fußabdrücke. Doch nicht nur die Politik, 2004 nahm er als Bürgermeister Abschied, muss in Zukunft auf sein Engagement endgültig verzichten, auch der Müssener Sport verliert einen langen Weggefährten. Ganze 40 Jahre lang leitete er den Sportverein. Zahlen, die nur einen winzigen Teil der tatsächlichen ehrenamtlichen Leistungen ausdrücken.
Als er etwa 2005 aus seinem Amt als Vorsitzender des Kreissportverbandes entlassen wurde, sagte er selbst »[...] Es ist schon nicht normal, was man da gemacht hat«. Auch wenn er betonte, dass er ohne die vielen Wegbegleiter diese Tätigkeiten nicht hätte ausführen können, sein persönlicher Einsatz war schon immens. 1985 hatte er für seinen unermüdlichen Einsatz die Bundesverdienstmedaille erhalten, ein Jahr später auch die Freiherr-vom-Stein-Medaille, um nur zwei der zahlreichen Ehrungen zu nennen. Nachdem in der Vergangenheit eine schwere Krankheit weitere Tätigkeiten immer mehr einschränkte. Nun erwiesen ihm also Menschen aus nah und fern die letzte Ehre.